Kaninchenbraten

Kaninchenbraten wie Zuhause

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8. Dezember 2019
Kaninchenbraten

Kaninchenbraten und ich haben eine sehr spezielle Beziehung zueinander. Nicht, dass ich es nicht essen mag, damit habe ich keine Probleme, nein, Kaninchen und ich nun ja, wo fange ich da an…

Kaninchenbraten

Meine Kindheit

Ich habe eine sehr glückliche Kindheit gehabt und bin sehr behütet aufgewachsen. Zu so einer Kindheit gehören auch Tiere und wir hatten ein paar davon. Da gab es zu ersteinmal Piep. Piep war Kanarienvogel, uns zugeflogen (da war ich erst anderthalb Jahre alt) und irgendwann flog er auch uns davon. Dann gab es noch Puk: Puk war die Katze meines Vaters, lebte komplett draußen, wurde von meinen Großeltern versorgt und war nicht sonderlich zutraulich (tote Mäuse brachte sie dennoch vorbei).

Irgendwann kamen noch mehr Kanarienvögel hinzu, die in einer Voliere lebten, solange bis mein Bruder beim Käfigputzen vergaß die Tür zu schließen… Und dann kamen die Kaninchen.

Unsere beiden Riesenkaninchen

Diese Kaninchen namens Sissi und Charly waren nicht kleine, zierliche Dinger, nein, dass waren deutsche Riesenkaninchen, richtige Kawensmänner, die wir voller Stolz an Katzenleinen durch den Garten führten. Irgendwann wurden die aber zu groß, wir verkauften sie einer Bekannten, bekamen kleinere Kaninchen, die wiederum auch Kaninchen kriegten, bis der Bock wegen eines nächtlichen Marderbesuchs an einem Herzinfarkt starb , damit war es mit den Kaninchen vorbei. Dann kam noch eine Katze, Cindy, die sich nach einem Verkehrsunfall als Bert herausstellte und dann kam unser geliebter Hund, Wauzi. Ihr seht, ich bin mit allerlei Getier aufgewachsen, nach dem Hund kam aber nichts mehr dazu.

kaninchenbraten

Weswegen ich euch das alles erzähle…

Also es begab sich zu der Zeit als wir neue Kaninchen kriegten, dass meine Eltern/mein Vater an Ostern „Osterpute“ machte. Ich hatte zuvor noch nie von einer Pute gehört oder diese gesehen (Internet gab es ja noch nicht) und wir Kinder langten Ostern richtig zu. Das war richtig lecker, also wirklich richtig lecker. Komischerweise aß meine Mutter nichts bzw. nur die Beilagen.
Jedes Jahr lagen wir drei Kinder meinen Eltern in den Ohren doch bitte zu Ostern die „Osterpute“ zu machen, interessanterweise gab es die aber nie wieder.

Wir spulen zehn Jahre vor: Ich war mittlerweile in der 12. Klasse, der Abijahrgang vor mir hat gerade seinen Abschluss und ich kam mit der Abizeitung und den dazugehörigen Charakteristika der einzelnen Abiturienten nach Hause. Meine Mutter war bereits daheim und ich sagte ihr: „Schau mal, Mama, die XY hat erst vor kurzem erfahren, dass sie ihr eigenes Kaninchen gegessen hat!“

Meine Mutter erwiderte daraufhin nur: „Theres, erinnerst du dich noch an die leckere Osterpute vor Jahren?“ Ich: „Ja klar, die habt ihr ja nie wieder gemacht, können wir die nicht noch einmal machen?“ Mama: „Das waren Charly und Sissi!“

Mir fiel daraufhin natürlich erstmal alles aus dem Gesicht. Und wie sich dann beim Abendbrot in familiärer Runde rausstellte, waren es wirklich unsere Kaninchen, die alibimäßig an die Bekannte verkauft wurden, um dann als „Osterpute“/Kaninchenbraten wieder aufgetischt zu werden.

Nun aber zum Kaninchenbraten

Trotz dieser Geschichte esse ich heute auch noch sehr gerne Kaninchen. Es ist mager, lässt sich gut in den Alltag einbinden, und ist nahrhaft. Ich wollte unbedingt den Kaninchenbraten, also known as Osterpute, wieder machen, weil es einfach richtig lecker war. Dafür habe ich mich für europäisches Kaninchen entschieden. Hier könnt ihr Teilstücke oder ganzes Kaninchen verwenden. Bei uns sind als Kaninchenbraten Stücke vom Rücken und der Keule geworden.

Der Kaninchenbraten wird eigentlich ganz klassisch gemacht, wie ein normaler Schweinebraten oder Rinderbraten auch. Die Teile des Kaninchens werden ordentlich mit Senf eingerieben und zusammen mit dem Suppengemüse angebraten und anschließend geschmort. Aber das werdet ihr jetzt ja auch ausführlich im Rezept sehen. Wer noch eine andere Rezeptidee für Kaninchen möchte, für den hätten wir unseren Sauerbraten vom Kaninchen.

Rezept

Kaninchenbraten

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5 von 1 Bewertung
Kaninchenbraten so wie wir ihn zu Festtagen gemacht haben, ganz klassisch. Dazu passen Knödel und Rotkraut oder einfach nur Salzkartoffeln
Gericht Hauptgericht
Land & Region Deutsch
Keyword Kaninchenbraten
Zubereitungszeit
30 Minuten
Kochzeit
2 Stunden
Gesamtzeit
Zutaten für das Rezept
4 Portionen
  • 4 Kaninchenrücken ca. 1000g aus Europa
  • 4 EL Senf
  • 4 Scheiben Bacon
  • 1 EL Butterschmalz
  • 1 Bund Suppengrün Sellerie, Möhre, Lauch
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt
  • 2 Zehen Knoblauch klein geschnitten
  • 2 EL Tomatenmark
  • 8 Pfefferkörner schwarz
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Nelke
  • 2 Wachholderbeeren
  • ½ TL Majoran
  • 500 ml Brühe Geflügel
  • 200 ml Rotwein
  • Salz
  • Pfeffer
  • Ahornsirup
  • ½ Becher Sahne alternativ Zucker

Zubereitung

  • Das Suppengemüse klein schneiden und fein würfeln oder über einen Hobel in Julienne schneiden.
    Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  • Den Kaninchenrücken parieren (von Sehnen oder anderen Dingen befreien) und rundherum mit Senf einstreichen.
    Das Butterschmalz in einem Schmortopf heiß werden lassen und Bacon und Kaninchen von allen Seiten goldbraun anbraten. Herausnehmen und kurz beiseite stellen.
  • In dem Bratensatz das kleingeschnittene Gemüse und Zwiebel und Knoblauch andünsten, dann mit dem Tomatenmark kurz anrösten. Den Rotwein hinzugeben und alles gut vom Boden damit ablösen, kurz einkochen lassen und dann Kaninchen wieder hinzugeben.
  • Brühe hinzugeben, sowie die restlichen Gewürze (am Besten in einer Gewürzkugel, dann kann man es besser herausfischen, es geht auch ein Teefilter), etwas Salz und Pfeffer hinzugeben. Alles aufkochen lassen und dann Deckel drauf geben und in den Ofen geben für gute 90-120 Min schmoren.
  • Das Kaninchen aus dem Ofen holen und kurz beiseite legen. Mit einem Pürierstab das ganze Gemüse klein pürieren und mit der Sahne vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Ahornsirup abschmecken. Das Kaninchen wieder hineingeben und zusammen servieren.

#EnjoyItsFromEurope🇪🇺 #KaninchenKulinarischKreativ

Loss et üch schmecke.

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