Sauerbraten vom Kaninchen

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30. Oktober 2019

Sauerbraten kennen die meisten vom Rind oder regionalbedingt auch vom Pferd. Da wir uns gerade aber sehr intensiv mit dem Thema Kaninchenfleisch beschäftigt haben, kommt bei uns der Sauerbraten diesmal vom Kaninchen.

Wann habt ihr das letzte Mal Kaninchenfleisch gegessen?

Wann habt ihr das letzte Mal Kaninchen gegessen? Bei uns war es tatsächlich schon eine ganze Weile her und das obwohl es ziemlich viele Vorteile bietet gegenüber den meisten anderen Fleischsorten:

  1. Europäisches Kaninchenfleisch setzt auf höchste Qualität, kurze Transportwege, Nachverfolgbarkeit und weist eine bessere Ökobilanz auf als viele andere Fleischsorten, gerade aus Übersee.
  2. Kaninchen ist sehr mager! Bei unserem Rezept haben wir die Keule verwendet, die gerade mal auf 4% Fett kommt.
  3. Kaninchenfleisch ist sehr nahrhaft und enthält viel Vitamin B3, B12 und Vitamin E.

In Deutschland ist Kaninchenfleisch nicht so stark vertreten und man muss schon fast suchen, um es zu finden. Trotzdem isst mehr als die Hälfte der Deutschen Kaninchenfleisch, aber in Frankreich sind es knapp 80% und somit ist es dort fester Bestandteil der französischen Küche. Hier kommt es meist nur zu Ostern und/oder Weihnachten auf den Tisch.

Kaninchenfleisch ist für nahezu jedes Zubereitungsart geeignet!

Das zarte Fleisch lässt einem viel Freiraum für Kreativität, da es sehr einfach und vielseitig ist. Egal ob kurz gebraten, gedünstet oder auch geschmort, man ist nahezu völlig frei in der Wahl der Zubereitung. Erlaubt ist was schmeckt.

Da wir uns nun im Herbst befinden und die Bäume langsam die Blätter fallen lassen, wollten wir auf ein geschmortes Gericht setzen und da wir schon lange mal wieder einen leckeren Sauerbraten machen wollten, hat das Eine hier direkt zum anderen geführt und wir haben uns direkt an das Rezept machen.

Unser klassischer Sauerbraten ist ein wenig anders in der Zubereitung. Das liegt zum einen daran, dass wir beim Rezept hier nicht einfach nur das Rinderfleisch gegen Kaninchenfleisch austauschen wollten. Außerdem wollte ich eine helle Soße haben, die in meinen Augen hier etwas besser zum Fleisch passt. Daraus ist ein Sauerbraten mit Weißwein und Cranberries geworden und es hat wirklich toll geschmeckt. Zumindest haben dies auch unsere lieben Gäste bestätigt!

So schaut das Kaninchenfleisch nach 24 Stunden in der Marinade aus.

Unser Rezept für Sauerbraten von der Kaninchenkeule.

Rezept

Sauerbraten vom Kaninchen

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Kaninchenfleisch ist sehr zart und fein im Geschmack, es eignet sich zum Braten genauso wie hier, zum Schmoren. Deswegen haben wir hier eine neue Variante es Sauerbratens daraus gemacht.
Gericht Braten, Hauptgericht
Land & Region Deutschland, Frankreich
Keyword Kanichen, Kaninchenkeule
Zubereitungszeit
10 Minuten
Kochzeit
1 Stunde 50 Minuten
Gesamtzeit
Zutaten für das Rezept
6
  • 1,2 kg Französische Kaninchenkeulen 6 Stück
  • 1,5 l Weißwein
  • 250 ml Apfelessig
  • 5 Lorbeerblätter
  • 4 Möhren
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1/2 Stange Lauch
  • 2 Zwiebeln
  • 1/2 Knolle Sellerie
  • 2 TL weiße Pfefferkörner
  • 2 TL gelbe Senfsaat
  • 1 TL Piment gemahlen
  • 1 TL Wacholderbeeren gemahlen
  • 3 EL Ahornsirup
  • 1 EL Butter
  • 3 EL Cranberries getrocknet
  • 2 EL Butterschmalz
  • Salz

Zubereitung

  • 2 Möhren, Petersilienwurzel, 1/4 Knollensellerie und eine Zwiebel schälen und in grobe Stücke schneiden. Dazu dann eine halbe Stange Lauch putzen und in Ringe schneiden.
  • Das alles gemeinsam mit den Kaninchenkeulen in ein verschließbares Gefäß geben.
  • Weißwein einmal richtig aufkochen und anschließen mit Pfeffer- und Senfkörnern, sowie Piment, Wacholderbeeren und den Lorbeerblättern würzen, den Essig dazu geben und über die Kaninchenkeulen und das Gemüse gießen. Es sollte alles schön bedeckt sein, falls dies nicht der Fall sein sollte einfach mit Weißwein aufgießen.
  • Kaninchenkeulen nun für knapp 24 Stunden im Sud ziehen lassen. Anfangs könnt ihr das Gefäß draußen stehen lassen, sobald die Flüssigkeit abgekühlt ist kommt das Ganze in den Kühlschrank.
  • 2 Möhren, 1 Zwiebel und den Rest vom Sellerie schälen und in Würfel schneiden.
  • Kaninchen aus dem Gefäß nehmen, abtropfen lassen, trocken tupfen und anschließend salzen.
  • Den Sud durch ein Sieb in einen Meßbecher gießen und beiseite stellen.
  • Kaninchenkeulen mit dem Butterschmalz in einem Bräter von allen Seiten anbraten, das Gemüse dazu geben und mit ca. 800 ml des Suds (den Rest aufheben) aufgießen.
  • Mit geschloßenem Deckel ca. 90 Minuten köcheln lassen und immer wieder das Fleisch wenden und mit wenn nötig, etwas Wasser nachgießen, damit genug Flüssigkeit im Bräter ist.
  • Danach das Fleisch aus dem Bräter holen und im Ofen warm halten.
  • Bratensatz durch ein Sieb gießen und anschließend mit ca. 200 ml vom Einmachsud, 3 EL Ahornsirup und den Cranberries für ca. 20 Minuten köcheln lassen. Danach mit etwas kalter Butter aufschlagen, nach Bedarf mit Speisestärke binden und servieren.
Dazu passen zum Beispiel:
Spätzle

#EnjoyItsFromEurope🇪🇺 #KaninchenKulinarischKreativ

Loss et üch schmecke.

Uns ist noch wichtig: Auf den Inhalt dieses Beitrags wurde seitens unseres Auftraggebers zu keiner Zeit Einfluss genommen, dieser wurde von uns verfasst und entspricht zu 100% unserer eigenen Meinung.
Benni von gernekochen.de
Dieser Beitrag kommt von:

Benni

Benni ist nicht nur der Organisationsmensch im Hintergrund. Er hat den Überblick über Alles, schreibt die Emails und kümmert sich um das Technische.

Zusätzlich unterstützt und berät er kleine Manufakturen, Start Ups, namhafte Hersteller bis hin zu Global Playern in Sachen Social Media und Blogger Relations.

Chef ist er nicht nur am Herd, sondern vor allem auch an unseren Grills. Das er auch beruflich im BBQ-Bereich zu finden ist, kommt ihm da zugute. Bekannt ist er vor allem für seine Frikadellen, Steaks und sein super cremiges Rührei. Die süßen Sachen überlässt er dann Theres.
Zu Gesicht bekommt man ihn im Social Media eher selten, er ist die berühmte Stimme aus dem Off, die dann mit passenden Kommentaren Eindruck hinterlässt.

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