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mod by Sven Nöthel – Sterneküche in Duisburg?

Kalender
24. September 2021
mod by Sven Nöthel

Wer uns kennt weiß, dass wir gutes Essen einfach lieben. Es muss nicht unbedingt Sterneküche sein, aber es darf durchaus in diese Richtung gehen. Umso gespannter waren wir, als wir vom mod gehört haben.

Vom Renzis zum mod

Um den Zusammenhang zu erklären muss ich einmal kurz ausholen. Wir haben ca. 20 Minuten von uns entfernt unser Lieblingsrestaurant. Dieses besuchen wir zwar nicht wahnsinnig oft, aber immer wieder gerne: Es ist das Renzis in Duisburg. Grundsätzlich gehen wir aber nicht soooo oft Essen und eher wenn wir unterwegs sind. Dann testen wir auch lieber die verschiedenen Lokale und nur wenn uns ein Restaurant wirklich richtig überzeugt hat, besuchen wir es auch häufiger, denn die Zeit ist zu kurz für schlechtes Essen!

Das Renzis gehört ganz klar zu den Restaurants, die uns überzeugen konnten und immer wieder aufs Neue tun. Einmal weil das Essen dort wirklich richtig lecker und überwiegend regional ist, aber auch weil die Inhaber wunderbare Gastgeber sind. Von Burger über Schnitzel, Hausmannskost mit Anspruch und vieles mehr bekommt man im Renzis, immer gut… immer lecker. Gerade auch im Lockdown haben wir den Park & Pick Service geliebt. Du bestellst einfach online, stellst dich dort auf den Parkplatz und bekommst dein Essen, sicher für den Heimweg verpackt, ans Auto gebracht.

Wenn ihr uns auch auf Instagram folgt, werdet ihr das Renzis mit Sicherheit schon gesehen haben und sonst folgt doch einfach dem Renzis auf Instagram. Wenn ihr aus dem Raum Duisburg/Wesel kommt oder einfach in der Umgebung seid, ist eine Fahrt dorthin sehr lohnenswert.

Jetzt aber zum mod by Sven Nöthel

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Damit sich der Kreis aber auch endlich mal schließt und wir hier nicht nur über das Renzis reden… Auf dem Areal des Renzis wurde ein alter Kuhstall komplett saniert, restauriert und umgebaut. Daraus entstand ein weiteres Restaurant, das mod by Sven Nöthel. Diesen Umbau haben wir von Anfang an auf dem Instagram Account des Renzis und dann auch auf dem Instagramaccount vom mod verfolgt. Wir fanden die Idee spannend, auf demselben Grundstück ein weiteres Restaurant entstehen zu lassen, welches nicht unbedingt andere Kunden anspricht, aber andere Vorlieben. Sagen wir mal so, wenn ich Heißhunger auf ein leckeres Schnitzel habe, bin ich sofort im Renzis. Habe ich aber richtig Bock auf gehobene Küche mit dem Anspruch in Richtung Stern, werde ich da nicht unbedingt glücklich und genau so umgekehrt. So ein Experiment ergibt in unseren Augen nicht nur Sinn, wir finden die Idee genial!

Und im mod ist der Anspruch einfach ein Anderer. Während das Renzis einem eine anspruchsvolle, aber bodenständige Wohlfühlküche bietet, sind wir hier eher im Bereich fine dining/Sterneküche. Der Aufwand, der in einem Teller steckt, ist einfach ein ganz anderer und das kann man im mod by Sven Nöthel auch direkt miterleben!

Die Küche ist hier nicht hinter einer weiteren Tür zu finden, sondern liegt direkt im Gastraum. Jeder Besucher erlebt also, wie die Gerichte entstehen. Man sieht, wieviele Handgriffe alleine für einen Teller getan werden und das ist schon wirklich irre. Ich koche gerne, genau wie Theres, aber diesen Aufwand für einen einzelnen Teller? Nein, den würden wir niemals betreiben und dies ist nicht mal im Ansatz unser Anspruch. Aber hier wird es eben getan und es ist nicht nur herrlich, diesem Entstehen zuzuschauen, es ist genau so schön, dies dann hinterher zu genießen. Die Wertschätzung zu diesem Teller wird eine ganz andere, wenn man den Aufwand miterleben kann.

Unsere Wahl fiel auf das 8 Gang Menü

Wir haben uns dann am gestrigen Abend auch direkt mit dem 8 Gang Menü abholen lassen. Ich will hier aber gar nicht groß auf jeden einzelnen Gang eingehen, aber so ein paar Eindrücke möchte ich natürlich schon vermitteln!

Alles begann mit einem Gruß aus der Küche der gut, aber nicht überragend war. Es war eben ein netter Einstieg, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Danach wurde es dann eher fischig, wobei ich sagen muss, ich bin kein großer Liebhaber von Fisch. Kabeljau, Seeteufel oder auch ein anderer Weißfisch geht für mich vollkommen klar (am liebsten jedoch in Teig oder Panierung ausgebacken ;-) ). Ich bin aber kein Freund von kaltem Fisch oder auch Saibling, Lachs usw. Dies war in den kommenden Gängen der Fall. Deswegen haben mich diese nicht wirklich abgeholt, was aber an meinem persönlichen Geschmack liegt. Handwerklich war alles gut gemacht und das drumherum schmeckte.

Doch ab da an ging die Kurve steil nach oben!

Es folgte selbstgebackenes Foccacia und Knäckebrot, aufgeschlagene Nussbutter und neben weiteren leckeren Dingen ein unfassbar guter Iberico Schinken. Das war für mich der erste Gang, wo ich gesagt habe, ja… hier bin ich richtig… hier bleibe ich. Alles eher einfach vom Klang, aber doch raffiniert in der Umsetzung. Und aufgeschlagene Nussbutter ist einfach ein Träumchen für den Gaumen.

Das Highlight! Kartoffelpüree mit Spinat und Spiegelei? Nicht ganz!

Jetzt aber mein Highlight des Abends! Ein Gericht was mich an so vielen Stellen abgeholt hat, dass ich wirklich glücklich war. Kennt ihr das? Ihr esst etwas Bestimmtes und freut euch, seid glücklich und euch wird warm ums Herz? Genau das hat der nächste Gang bei mir geschafft. Er hat mich kulinarisch und auch emotional komplett getroffen.

Es gab ein Kartoffel Espuma mit leicht angebratenem Spinat, wachsweichem Eigelb, gebeiztem, geriebenem Eigelb, frischem Trüffel, Trüffelkaviar und ein paar kleine Kartoffelchips. Optisch jetzt kein van Gogh aber geschmacklich der pure Wahnsinn. Ich habe es geliebt und auch wenn die folgenden Gänge alle wirklich klasse waren, hätte ich auch den ganzen Abend nur dieses Gericht essen können.

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Bei uns Zuhause gab es früher immer mal wieder Rahmspinat mit Kartoffelpüree und Fischstäbchen oder Spiegelei. Auch heute ist dies noch meine absolute Leibspeise und ich könnte es einmal die Woche essen, wenn Theres hier nicht den Spielverderber geben würde. Dieser Gang im mod by Sven Nöthel hat mich komplett bekommen, denn es war meine Leibspeise auf ein ganz neues Level gehoben. Mit einem wachsweichem Ei (was ich liebe) und Trüffel (den ich als staatlich geprüftes Trüffelschweinchen verehre) hat es mich an den Rande der kulinarischen Es(s)kalation gebracht. Ich werde dieses Gericht mit Sicherheit nicht das letzte Mal dort gegessen haben und alleine dafür würde ich jederzeit wieder ins mod fahren. Auch wenn dieser Teller alleine nicht satt machen würde, er macht mehr, er macht glücklich. Wenn ich schlechte Laune habe und bekomme dieses Schälchen in meine Hände, da ist die schlechte Laune erstmal vergessen.

Alle Gerichte die darauf folgten waren handwerklich super gemacht, gut abgeschmeckt und richtig lecker. Aber macht euch davon doch wirklich einfach selber ein Bild im mod by Sven Nöthel oder zumindest auf den Bildern, die ihr hier zu sehen bekommt.

Kommen wir damit auch schon zum Fazit für unseren Besuch im mod by Sven Nöthel

Wir haben den ganzen Abend genossen! Die Location ist traumhaft schön und trifft in ihrer Optik zu 100% unserem Geschmack. Der offene Blick auf die Küche ist toll und wahnsinnig spannend zum Beobachten der Kochakrobaten. Die alkoholfreie Getränkebegleitung war der Hammer und das Essen das i-Tüpfelchen auf eine wunderbare Zeit. Es hat uns an nichts gefehlt, es schmeckte richtig lecker und hat dabei Herz und Zunge überzeugt. Sven Nöthel und seine Frau sind tolle Gastgeber und einfach sympathisch. Egal, ob zu einem mehrgängigem Menü oder auch einem Gang aus der Speisekarte, wir werden das mod by Sven Nöthel mit absoluter Sicherheit noch weitere Ma(h)le besuchen.

Auf drei Dinge möchte ich noch kurz eingehen:

  1. Wir haben hier die alkoholfrei Getränkebegleitung gewählt und ich kann euch nur empfehlen… Seid ihr im mod, probiert es. Es ist so viel spannender als eine Weinbegleitung und ihr werdet überrascht sein, was man euch geschmacklich präsentiert. Jedes Getränk passte perfekt zum jeweiligen Gang.
  2. Ich würde gerne noch kurz auf Sven Nöthel und auch sein Team eingehen! Der Service an diesem Abend war wirklich klasse! Freundlich, herzlich, aber nicht aufdringlich und jeder im Team wusste Bescheid. Besonders gut hat uns gefallen, dass auch die Köche serviert und abgeräumt haben. Zu jedem Gang wurde etwas gesagt und Fragen wurden sofort beantwortet. Ich mag es, wenn sich der Koch selber hin und wieder erkundigt und das Feedback direkt abholt. Man hat als Gast ein anderes Gefühl der Wertschätzung. Natürlich ist dies nicht immer und überall möglich. Hier wurde es aber trotz voll besetzter Tische gemacht. Dies hat uns wirklich gefallen.
  3. Zuletzt wollen wir noch die Frage vom Anfang beantworten… War das schon Sterneküche im mod? Verglichen mit dem, was ich bisher erlebt habe in diesem Bereich, kann ich sagen, dass Sven Nöthel und sein Team sich mit dem definitiv messen können und auch wenn wir es nicht zu entscheiden haben, von uns würde er einen bekommen.

Zum Abschluss sei noch erwähnt, dieser Beitrag ist aus freien Stücken ohne Absprache entstanden und wir haben auch ganz normal, alles bezahlt. Dies ist keine Werbung und spiegelt nur meine Eindrücke des Abends wieder.

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