Dieser Burger kommt wahrscheinlich mit den wenigsten Zutaten aller Burger-Rezepte auf unserem Blog aus. Auf meiner persönlichen Favoritenliste steht er jedoch ganz weit oben! Der Oklahoma Fried Onion Burger lebt von einer einzigen Technik bei der Zubereitung: Dünn gehobelte Zwiebeln werden direkt in das Patty gepresst.
Oklahoma Fried Onion Burger wie in Sid’s Diner
Das Wichtigste zum Oklahoma Fried Onion Burger in 30 Sekunden
- Vorbereitung: 10 Minuten
- Gesamtzeit: 30 Minuten
- Schwierigkeit: Einfach
- Das Besondere: Die rohen werden richtig dünn gehobelt und in das Hackfleisch gesmashed, anstatt sie separat zu braten
- Ideal für: Plancha- und Grillplattenabende oder wenn man richtig Lust auf Burger hat.
Spaghettieis-Dessert – aber ohne Eis
Du hobelst die Zwiebeln so dünn wie nur irgendwie möglich und drückst sie dann roh ins Hackfleisch. Dabei verbindet sich alles zu einer Einheit und man hat das Gefühl, dass das Fleisch auch ein bisschen den Zwiebelsaft aufnimmt. Gleichzeitig steigen auch das Fett und der Fleischsaft aus dem Hackfleisch hoch in die Zwiebel, die sich damit vollsaugt und an den Rändern karamellisiert das Zwiebel-Burger-Patty. An den Rändern dürfen die Zwiebeln dann ruhig richtig dunkel werden, das macht ein Stück weit den Geschmack aus. Wer seine Zwiebeln nicht so dunkel mag, macht es einfach nicht so. Das Fleisch schmeckt hier nach Zwiebeln und die Zwiebeln nach Fleisch, wahrscheinlich ist genau diese Tatsache der Punkt, der den Oklahoma Fried Onion Burger ausmacht.
Für die Umsetzung dieses Rezeptes, habe ich mindestens fünf Beiträge gelesen und über zehn Videos geschaut. Aber das wichtigste Video stammt von meinem lieben Freund David aka. Biggernok. David war mit Kabel1 in Sid’s Diner, der Anlaufstelle Nr. 1 des Oklahoma Fried Onion Burgers. Bereits in dritter Generation wird der Burger auch heute noch genauso zubereitet, wie damals. Erst mit all diesen Informationen habe ich mich dann daran gemacht, diese Burger-Legende auf der heimischen Plancha zuzubereiten. Hier gibt es kein SchnickSchnack, Bun, Fleisch, Zwiebeln, Salz und Pfeffer (in unserem Fall ersetzt durch Burger Bumms von der Spicebude). Dazu kommt dann noch Senf (wir haben uns extra bei Amazon noch amerikanischen Senf bestellt, um dem Original noch näher zu sein) und eingelegte Gurken, beides macht man sich aber selber auf den Burger.
Als Buns haben wir Martin’s Potato Rolls genommen, die ihr z. B. bei den Beef Bandits bekommt. Oder ihr macht euch eure Burgerbrötchen einfach selber, ein Rezept dafür gibt es hinter dem Link.
Die wichtigsten Zutaten für den Oklahoma Fried Onion Burger
Rinderhackfleisch – Achtet bitte auf einen ordentlichen Fettanteil von mindestens 20 %. Im besten Fall bestellt ihr es euch so bei eurem Metzger, denn das Fett ist entscheidend für das Garen der Zwiebel und die Saftigkeit, denn später kommen kaum Saucen darauf. Mageres Hackfleisch wird trocken und gibt dir niemals diese Röstaromen, die es braucht.
Zwiebel – Im Original werden gelbe spanische Zwiebeln verwendet, wir haben ordentlich große Zwiebeln bei uns auf dem Wochenmarkt gekauft und diese verwendet, aber auch eine Gemüsezwiebel sollte funktionieren. Wichtig ist aber, dass ihr sie so dünn wie möglich hobelt. Mit dem Messer werdet ihr sie kaum so dünn schneiden können wie nötig, also nutzt einen Gemüsehobel. Wer keinen hat, findet unseren Favoriten von Börner bei Amazon, wir verlinken ihn euch unter diesem Absatz.
Burger Bumms – Unsere Burgermischung von der Spicebude! Wir haben lange daran gefeilt und rumgetestet. Wir wollten nicht den Geschmack vom Rindfleisch überdecken, sondern optimal unterstützen. Genau dies ist der Grund, warum ich mir für Burger Bumms ein bisschen mehr Zeit gelassen habe. Vom Mahlgrad des Pfeffers bis zur Zusammensetzung und Körnung aller anderen Zutaten: Hier habe ich nichts dem Zufall überlassen und für mich das Optimum rausgekitzelt.
Burgergurken – Sie liefern die Säure, etwas Frische und einen leichten Knack. Leider sind alle fertig marinierten Gurkenscheiben hier immer auch sehr süß. Wer das nicht möchte, muss sie selber einlegen, was wir jetzt mal testen werden ;-). In Sid’s Diner liegen die Scheiben übrigens neben dem Burger, damit man sie selber auf seinen Oklahoma Fried Onion Burger legen kann.
Amerikanischer Yellow Mustard – Der sehr milde und leicht säuerliche amerikanische Senf ist hier genau richtig. Im Vergleich zu deutschem mittelscharfem ist er noch milder in der Schärfe und hat etwas mehr Spitze in der Säure, was hier genau richtig ist. Wenn du ihn dir aber nicht kaufen möchtest, nimm ruhig mittelscharfen Senf.
So werden die Zwiebeln und das Patty perfekt
Wichtig ist hier der Wendezeitpunkt. Du brauchst hier einfach Geduld, aber auch ein bisschen Mut. Wenn du siehst, dass das Fleisch am Rand braun und kross wird, erst dann ist der richtige Zeitpunkt für das erste Wenden. Solltest du dem Fleisch nicht die nötige Zeit geben, dann besteht das Risiko, dass es reißt. Wirklich warten bis du außen eine schöne Kruste sehen kannst. Dann wird das Zwiebel-Fleisch-Patty gedreht und darf dann auf der Zwiebelseite seine Magie entstehen lassen. Rechne je nach Hitze ungefähr mit 3-6 Minuten pro Seite.
An zweiter Stelle kommt die Menge der Zwiebeln. Die müssen zum einen sehr dünn gehobelt sein und zum anderen muss wirklich ausreichend davon auf das Patty. Das sieht vielleicht viel aus, ist aber nach dem Braten gerade ausreichend und nicht die Menge, die man vermutet. Manche Rezepte sagen, dass man die Zwiebeln direkt nach dem Hobeln salzt, damit sie mehr Wasser verlieren. Wir raten aber davon ab, da wir ja den Zwiebelsaft und das Aroma haben wollen. Es soll mit dem Fett und Fleischsaft eine Einheit werden.
Der letzte entscheidende Punkt ist die Würze! Wir arbeiten mit wenig Soßen und auch Fleisch oder Zwiebeln werden für unseren Oklahoma Fried Onion Burger vorab nicht gewürzt. Sei deswegen beim Salzen und Pfeffern oder auch mit Burger Bumms nicht sparsam.
Warum ich den Oklahoma Fried Onion Burger ohne Käse esse
Ich liebe Käse auf Burgern, wirklich! Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte Mal einen Burger ohne Käse gegessen habe, außer bei dieser Variante. Der Oklahoma Fried Onion Burger ist der erste Burger, der uns sogar wirklich ohne Käse besser schmeckt. Vermutlich sind es die geschmorten Zwiebeln mit dem Fleisch, die hier in perfekter Harmonie leben und der Käse mischt sich nur ein und gehört hier nicht hin.
Wenn du trotzdem Käse drauf haben willst, mach es. Aber sag hinterher nicht, wir hätten dich nicht gewarnt. Das wir aber auch gerne Käse auf unserem Burger mögen, kannst du bei unserem Cheeseburger nachlesen. Am liebsten dazu noch unsere Bacon Jam.
Woher kommt der Oklahoma Fried Onion Burger?
Wie der Name unschwer vermuten lässt, aus Oklahoma, genauer gesagt aus El Reno und entstand dort in den 1920er-Jahren. Das Geld war knapp und Fleisch war teuer. Da kam ein Gastronom auf die Idee das Hackfleisch mit Zwiebeln zu strecken und haute ordentlich davon ins Patty. Aus dieser Sparlösung ist ein Klassiker geworden, der mittlerweile weltweit bekannt und beliebt ist.
Die Geburtsstätte war 1926 das Hamburger Inn, Ross Davis hat ihn damals erfunden und in der Stadt bekannt gemacht. Danach kamen einige Burgerläden, die den Fried Onion Burger auch auf ihre Karte genommen haben. Der mit Abstand bekannteste Laden ist heute das Sid’s Diner. Das Diner wird heute in dritter Generation von Adam Hall betrieben, gegründet von seinem Großvater Sid im Jahre 1967. In den Jahren hat man sich zur Nummer eins für den legendären Fried Onion Burger entwickelt.
- 4 Burger Buns
- 4 x 80 g Rinderhackfleisch 20% Fettanteil
- 1 Zwiebel groß
- 2 TL Burger Bumms oder Salz und Pfeffer
- 12 Scheiben Burgergurken
- Optional Amerikanischer Yellow Mustard oder Senf
- Optional 4 Scheiben Schmelzkäse
- etwas Öl
🥘 Zubereitung
- Zwiebel schälen und mit einem Gemüsehobel so dünn wie möglich schneiden. Hackfleisch zu gleich große Kugeln formen.
- Die Burger bereitet ihr am besten in einer nicht beschichteten Pfanne oder auf einer Plancha zu. Dazu etwas Öl auf die Fläche, Kugel auf die Plancha geben, ordentlich mit Burger Bumms oder Salz und Pfeffer würzen, 1/4 der Zwiebeln auf die Kugel drücken und dann mit einem Smasher, einer Pfanne oder mit einem Topf in kreisenden Bewegungen flachdrücken. Dabei die Zwiebeln so richtig in das Hackfleisch drücken.
- Sobald das Hackfleisch richtig braun geworden ist, die Zwiebeln auf dem Patty zusammenlegen, leicht andrücken und wenden.
- Wenn ihr euren Burger mit Käse wollt (für mich der erste Burger, bei dem ich keinen Käse empfehle) jetzt den Käse auf das Fleisch legen.
- Nun die untere Bun-Hälfte mit der Schnittfläche nach unten auf den Käse oder das Fleisch legen. Anschließend die obere Bun-Hälfte darauflegen.
- Warten bis die Zwiebeln schön braun sind (hier und da dürfen sie auch gerne zu braun sein, wenn ihr das mögt) und dann nur noch Senf drauf und fertig. Die Gurken legt ihr daneben, die kann sich jeder drauflegen, wie er möchte.
Nährwertangaben pro Portion (ca.)
Häufige Fragen zum Oklahoma Fried Onion Burger
Du kannst natürlich auch eine Pfanne verwenden, aber nimm eine unbeschichtete Pfanne. Es wird nicht so schön kross, in einer beschichteten Pfanne.
Nimm wirklich einen Hobel und hobel die Zwiebel wirklich so dünn wie möglich. Das Endergebnis lebt ein wenig davon. Mit einem Messer bekommt man diese dünnen Scheiben nicht hin.
Das passiert in der Regel nur aus zwei Gründen:
1. Du hast nicht lang genug gewartet.
2. Du hast eine beschichtete Pfanne verwendet. Das Fleisch erhält nicht die tolle Kruste und erreicht nicht die Stabilität.
Klassisch gehört ein amerikanischer Senf, also Yellow Mustard auf den Burger. Er ist nicht scharf, hat mehr Säure und ist generell etwas milder. Du kannst aber auch einen mittelscharfen Senf nehmen.
Was passt wohl am besten zu Burgern??? Pommes natürlich und wir haben das Rezept für die besten Pommes, die ihr machen könnt.
Lust aufs Nachkochen?
Wenn dir jetzt auch das Wasser im Mund zusammenläuft und du den Oklahoma Fried Onion Burger nachkochen möchtest, achte beim ersten Mal unbedingt auf diese zwei Dinge:
– Genug hauchdünn gehobelte Zwiebeln
– Geduld beim Wenden
Der Rest ist dann wirklich ein Klacks. Wenn du dein Ergebnis auf Social Media postest, tagge uns doch mit @gernekochen, damit wir dein Kunstwerk bewundern können.
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