Kennst du diese Tage hier bei uns am Niederrhein (oder wo auch immer du gerade steckst)? Du schaust aus dem Fenster, es ist grau, nass und einfach nur „usselig“. Du kommst durchgefroren nach Hause, hast vielleicht einen stressigen Tag hinter dir und der Magen knurrt nicht nur – er schreit förmlich nach einer Umarmung von innen. Genau für diesen Moment ist unser Mac and Cheese Rezept gemacht.
Mac and Cheese Rezept – Das Original aus den USA mit genialem Twist
Das Wichtigste zu unseren Mac and Cheese in 30 Sekunden
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Zubereitungszeit: 35 Minuten (davon 20 Min. im Ofen)
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Schwierigkeitsgrad: Einfach
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Das Besondere: Die Kombination aus würzigem Bergkäse für die Tiefe und einem knusprigen Röstzwiebel-Topping.
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Perfekt für: Schnelles Familienessen, Soulfood an grauen Tagen oder als Beilage zum BBQ.
Rahm Kohlrabi Rezept – Fruchtig und cremig
Es ist der ultimative Seelentröster. Es ist heiß, es ist cremig, und es ist herrlich unvernünftig.
Wir haben uns lange mit dem Thema beschäftigt. Als ich damals in den USA war, habe ich mich durch diverse Makkaroni-Berge gefuttert und dabei eines gelernt: Das „eine, wahre Originalrezept“ gibt es gar nicht. Das ist genauso ein Mythos wie das „eine“ Rezept für Schweinebraten. Manche Puristen schreien sofort „Sakrileg!“, wenn etwas anderes als Cheddar den Topf berührt. Das ist – mit Verlaub – Quatsch.
Eines der wohl besten Mac and Cheese soll es zum Beispiel im Q39 BBQ in Kansas City geben. Und weißt du, was die da reinwerfen? Emmentaler, Provolone, Parmesan, Cheddar und sogar Velveeta (Schmelzkäse). Wir lassen die Kirche also mal im Dorf und konzentrieren uns auf das Wichtigste: Geschmack und Konsistenz.
Unsere Variante bringt das Beste aus zwei Welten zusammen: Den amerikanischen Schmelz und einen kleinen süddeutschen Einschlag. Mit Röstzwiebeln und Schnittlauch erinnert das Ganze nämlich fast schon ein bisschen an Käsespätzle, nur eben mit Pasta. Wenn Du’s klassischer magst, lässt Du das einfach weg. Erlaubt ist, was Dir schmeckt!
Die wichtigsten Zutaten für perfekte Mac and Cheese
Damit dein Mac and Cheese Rezept nicht nur „nett“, sondern „unfassbar gut“ wird, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Hauptdarsteller. Hier ist kein Platz für Kompromisse, denn bei so wenigen Zutaten schmeckst du jede einzelne heraus.
Makkaroni – Die Basis des Ganzen
Klassischerweise kommen kurze Röhrennudeln zum Einsatz. Warum? Weil sie die cremige Käsesauce regelrecht aufsaugen und in jeder Röhre ein kleines Käseparadies entsteht. Ob Makkaroni, Hörnchen oder Penne – Hauptsache, die Nudeln sind hohl. Wichtigster Tipp: Nimm die Nudeln 2 Minuten vor Ende der Garzeit aus dem Wasser! Sie garen im Ofen in der Sauce nach. Wenn sie schon durchgegart sind, werden sie zu matschig.
Cheddar & Bergkäse – Die Seele des Gerichts
Das ist das Herzstück. Viele Rezepte nutzen nur milden Cheddar, aber uns fehlt da oft der „Wumms“. Deshalb mischen wir!
- Cheddar: Er sorgt für die typische orange Farbe (wenn du den kräftig orangenen nimmst) und den klassischen Schmelz.
- Bergkäse: Hier kommt der Geschmack her! Ein kräftiger Greyerzer oder Appenzeller gibt der Sauce eine Tiefe und Würze, die du mit Standard-Käse nicht hinbekommst.
Wichtiger Tipp: Bitte kaufe den Käse am Stück und reibe ihn selbst. Fertig geriebener Käse ist oft mit Trennmitteln (Stärke) versehen, damit er in der Tüte nicht klumpt. Genau diese Trennmittel sorgen aber dafür, dass deine Sauce später nicht schön glatt schmilzt, sondern leicht griselig wird.
Wer noch mehr Käse-Inspiration sucht: Unsere Pasta Alfredo kommt mit einer herrlich cremigen Parmesansauce, und bei der Spaghetti Carbonara zeigen wir, wie man Käse mit Ei zu einer samtigen Sauce verwandelt.
Milch & Sahne – Für die Cremigkeit
Die Basis vieler guten Käsesaucen ist eine sämige Béchamelsauce. Wir nutzen dazu hier eine Mischung aus Milch und Sahne. Nur Milch macht die Sauce oft etwas zu dünn, nur Sahne macht sie extrem mächtig. Die Mischung aus 500 ml Vollmilch und 200 ml Sahne ist für uns die goldene Mitte für die perfekte Sämigkeit, wie du sie vielleicht auch von einer guten Sauce Hollandaise kennst – nur eben mit Käse.
Röstzwiebeln & Schnittlauch – Unser Twist
Amerikaner nutzen oft in Butter geröstetes Paniermehl (Breadcrumbs). Das ist okay, aber wir wollen mehr Geschmack. Deshalb greifen wir zu Röstzwiebeln. Sie bringen Süße, Herzhaftigkeit und diesen genialen Crunch, den du vielleicht von einem guten Rostbraten mit Röstzwiebeln kennst. Zusammen mit frischem Schnittlauch bricht das die Fettigkeit der Sauce etwas auf.
Die 4 Geheimnisse für perfekte Mac and Cheese
Damit dir das Gericht garantiert gelingt und du nicht mit einem Klumpen Käse im Topf endest, beachte bitte diese fünf Punkte. Es ist total einfach, aber der Teufel steckt im Detail!
- Hitze ist der Feind des Käses: Das ist der wichtigste Tipp überhaupt! Wenn du den Käse in die Sauce gibst, darf diese auf keinen Fall mehr kochen. Nimm den Topf vom Herd, zähle bis zehn und rühre dann erst den Käse ein. Kocht die Sauce, trennt sich das Fett vom Eiweiß und du bekommst eine griselige, ölige Masse statt einer cremigen Sauce. Tipp: Wenn du auf Gas oder Induktion kochst, reicht es auch, wenn du den Herd ausschaltest.
- Pasta al dente – aber richtig: Koche die Nudeln ca. 2 Minuten kürzer, als auf der Packung steht. Sie garen später in der heißen Käsesauce im Ofen nach. Wenn sie schon beim Kochen weich sind, hast du später nur noch Matsch auf dem Teller. Das mag niemand.
- Die Mehlschwitze nicht verbrennen: Deine Basis (Roux) aus Butter und Mehl sollte hell bleiben. Lass sie nur kurz anschwitzen, damit der „Mehlgeschmack“ verschwindet, aber lass sie nicht braun werden. Wir wollen eine strahlende, gelb-orange Sauce.
- Kreativität ist erlaubt: Unser Rezept ist eine Basis. Du magst es schärfer? Mach Jalapeños rein. Du brauchst Fleisch? Angebratene Speckwürfel oder Reste vom Pulled Pork passen hervorragend dazu. Mac and Cheese sind in den USA auch ein typischer Begleiter zum American BBQ.
Was unser Mac and Cheese Rezept besonders macht
Warum solltest du ausgerechnet dieses Mac and Cheese Rezept nachkochen, wo es doch Tausende im Netz gibt?
Ganz einfach: Weil wir uns nicht an starre Dogmen halten, sondern an den Geschmack. Viele „angebliche“ amerikanische Originalrezepte sind extrem mild und leben oft nur vom Schmelzkäse oder Cheddar. Das ist uns oft zu langweilig. Durch die Zugabe von Bergkäse und einem Löffel Senf bekommt das Gericht eine erwachsene Note, ohne seinen Comfort-Food-Charakter zu verlieren.
Der Bergkäse macht einfach den Unterschied: Während Cheddar die klassisch-würzige amerikanische Note bringt, sorgt der Bergkäse für mehr Aroma-Tiefe und einen leicht nussigen Geschmack. Die Röstzwiebeln geben nicht nur Crunch, sondern auch eine leichte Süße – und erinnern uns an gemütliche Käsespätzle-Abende. Und der Schnittlauch? Der bringt die Frische, die das ganze Gericht braucht.
Wenn Du noch mehr Auflauf-Inspiration suchst: Unser Makkaroni-Auflauf ist ebenfalls ein schneller Familienliebling!
Schritt-für-Schritt zum Käsehimmel
Hier zeigen wir dir, wie du in gut 30 Minuten das Essen auf dem Tisch hast. Heiz schon mal den Ofen vor!
Vorbereitung (5 Minuten): Heize den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze (oder 180°C Umluft) vor. Reibe den Cheddar und den Bergkäse frisch. Schneide den Schnittlauch.
Schritt 1: Die Pasta (ca. 5-6 Minuten): Koche die Makkaroni in reichlich Salzwasser. Wichtig: Gieße sie 2 Minuten vor Ende der Garzeit auf der Packung ab. Sie müssen noch einen festen Biss haben.
Schritt 2: Die Basis (5 Minuten): Schmelze die Butter in einem großen Topf bei mittlerer Hitze. Gib das Mehl dazu und rühre es mit einem Schneebesen glatt. Lass es 1–2 Minuten anschwitzen (nicht bräunen!). Lösche nun unter ständigem Rühren mit der Milch-Sahne-Mischung ab. Rühre kräftig, damit keine Klumpen entstehen.
Schritt 3: Die Sauce binden (5 Minuten): Lass die Sauce aufkochen und reduziere die Hitze sofort. Lass sie 3–5 Minuten sanft köcheln, bis sie schön sämig wird. Rühre jetzt Senf, Paprikapulver, Salz und Pfeffer ein.
Schritt 4: Der Käse-Moment (Wichtig!): Nimm den Topf vom Herd (Bei Gas und Induktion reicht das Ausschalten des Herdes). Das ist entscheidend! Gib jetzt ca. 3/4 des geriebenen Käses in die heiße Sauce und rühre so lange, bis er geschmolzen ist.
Schritt 5: Vermählung & Backen (20 Minuten): Gib die vorgekochten Nudeln in die Käsesauce und vermenge alles gut. Es darf ruhig flüssig wirken – die Nudeln saugen das im Ofen auf. Fülle alles in eine Auflaufform. Streue den restlichen Käse darüber. Ab in den Ofen für ca. 15–20 Minuten, bis die Sauce am Rand blubbert und der Käse gut geschmolzen ist.
Schritt 6: Das Finale: Hol die Form aus dem Ofen (Vorsicht, heiß!). Bestreue das Ganze großzügig mit den Röstzwiebeln und dem frischen Schnittlauch.
🥘 Zubereitung
- Die Sauce: Butter in einem großen Topf schmelzen. Mehl einrühren und 1-2 Minuten anschwitzen (es darf hell bleiben, soll nur den Mehlgeschmack verlieren).
- – Mit der Milch und Sahne unter ständigem Rühren ablöschen (Schneebesen!), damit keine Klumpen entstehen.
- – Aufkochen lassen und bei niedriger Hitze 3-5 Minuten köcheln, bis die Sauce sämig bindet.
- – Senf, Paprika, Salz und Pfeffer einrühren.
- – WICHTIG: Den Topf vom Herd nehmen! Jetzt erst den geriebenen Käse (behalte eine Handvoll für später zurück) in die heiße (nicht mehr kochende!) Sauce geben und rühren, bis er geschmolzen ist. Tipp: Wenn die Sauce kocht, während der Käse reinkommt, wird sie griselig/ölig.
- Pasta dabei vorkochen: Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen, aber 2 Minuten vor Ende der Garzeit abgießen! Sie müssen noch festen Biss haben, da sie im Ofen in der Sauce nachgaren.
- Das Finale: Die vorgekochten Nudeln in die Käsesauce geben und alles gut vermengen. Es darf gerne etwas flüssig wirken – die Nudeln saugen das auf. In eine Auflaufform geben. Den restlichen Käse darüber streuen.
- Backen: Bei 200°C Ober-/Unterhitze (oder 180°C Umluft) für ca. 15-20 Minuten backen, bis die Sauce an den Rändern blubbert und der Käse schön geschmolzen ist.
- Servieren: Für das Servieren den gehackten Schnittlauch mit Röstzwiebeln vermischen, darüber geben und servieren.
Nährwertangaben pro Portion (ca.)
Häufige Fragen zu unseren Mac and Cheese
Jein, du kannst den Käse usw. reiben, du kannst auch schon die Nudeln vorkochen. Wir würden aber die Sauce und das Backen dann wirklich frisch machen. Das Ergebnis wird einfach besser!
Der klassische Käse ist würziger Cheddar – der bringt die typische Farbe und das herzhafte Aroma. Wir kombinieren ihn mit Bergkäse für mehr Tiefe. Grundsätzlich gilt: Jeder Käse, der gut schmilzt, funktioniert! Gouda, Emmentaler, Gruyère oder sogar Parmesan sind super. Mix Deine Lieblingssorten!
Häufigster Grund: Die Nudeln waren schon zu gar, bevor sie in den Ofen kamen. Deshalb immer 2 Minuten vor Ende abgießen! Zweiter Grund: Die Sauce war zu dick. Lieber etwas flüssiger lassen – die Nudeln saugen im Ofen noch viel Flüssigkeit auf.
Nein, musst Du nicht! Die Käsekruste ist klassisch und lecker, aber wenn’s schnell gehen soll, kannst Du die Mac and Cheese auch direkt aus dem Topf servieren. Dann einfach den ganzen Käse in die Sauce rühren und fertig.
Gut verschlossen halten sich Mac and Cheese 2-3 Tage im Kühlschrank. Zum Aufwärmen entweder in der Mikrowelle oder im Ofen (bei 180°C, mit etwas Milch beträufeln). Du kannst sie auch portionsweise einfrieren – dann halten sie bis zu 3 Monate!
Lust aufs Nachkochen?
Mac and Cheese sind mehr als nur Nudeln mit Käse – sie sind eine Umarmung auf dem Teller, ein Lächeln nach einem langen Tag, und der Beweis, dass Comfort Food nicht kompliziert sein muss. Unsere Version mit der süddeutschen Note ist unsere Lieblingsinterpretation, aber vergiss nicht: Du darfst experimentieren! Nimm den Käse, der Dir schmeckt. Lass die Röstzwiebeln weg, wenn Du’s klassischer willst. Oder füge Speck, Jalapeños oder gerösteten Brokkoli hinzu. Oder hast du vielleicht Bock auf unsere Variante mit Gnocchi, also Gnocchi & Cheese, schau sie dir an!
Wenn Du dieses Rezept nachkochst, zeig uns das Ergebnis gerne auf Instagram @gernekochen – wir lieben es, Eure Kreationen zu sehen!
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