Gochujang Garnelen sind gerade mein Lieblings-Move, wenn ich Lust auf Meeresfrüchte habe, aber keinen Bock auf langes Werkeln. Ich bin ehrlich gesagt gerade voll im Gochujang-Fieber. Erst letzte Woche standen nochmal die Korean Fried Chicken Wings auf dem Speiseplan, kurz davor unsere Gochujang Mayo zum Burger, und jetzt eben die Garnelen. Ich liebe das Zeug einfach.
Gochujang Garnelenspieße – Koreanisch scharf vom Grill
Das Wichtigste zu Gochujang Garnelenspießen in 30 Sekunden
- Zubereitungszeit: 15 Minuten plus ca. 1 Stunde Marinierzeit
- Schwierigkeit: Einfach
- Das Besondere: Die fermentierte Gochujang-Paste bringt eine fruchtig-rauchige Schärfe mit, die Honig und geröstetes Sesamöl perfekt austariert.
- Perfekt für: Grillabende im Sommer, als Vorspeise oder Hauptgang mit Reis und Salat
Gochujang Garnelen sind koreanisch marinierte Shrimps, die in einer Paste aus fermentierten Chilis, Honig und Sesamöl ziehen und dann scharf gegrillt werden. Du brauchst dafür weder Spezialausrüstung noch koreanische Kocherfahrung. Eine Stunde Marinierzeit reicht völlig, der Grill macht in vier Minuten den Rest.
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Bei uns lief das so: Theres wollte was Schnelles für den Grillabend, ich hatte noch eine Packung Garnelenspieße von den Beefbandits im Tiefkühler. Drei Esslöffel Gochujang, ein bisschen Limettensaft, Sesamöl, Honig, fertig. Eine Stunde später lagen die Spieße auf dem Rost und das Ergebnis war besser, als wir gedacht hatten. Die Schärfe knallt nicht von vorne, sondern kommt langsam – und der Honig hält das Ganze süß genug, dass auch Schärfe-Skeptiker zugreifen. Selbst Theres, die man mit Garnelen eigentlich nicht an den Esstisch locken kann, fand sie sehr gut! Wenn du sonst eher Gambas Pil Pil auf dem Tisch hast, wird das hier dein neuer Sommer-Klassiker.
Die wichtigsten Zutaten für Gochujang Garnelenspieße
Garnelen – Wir nehmen hier ausnahmsweise fertige Spieße, weil das im Alltag einfach schneller geht. Geschälte Garnelen ziehen die Marinade besser, mit Schale werden sie aromatischer. Beides funktioniert, wichtig ist nur: aufgetaut und entdarmt. Tipp: Solltest du sie in der Schale verwenden, würde ich sie mindestens 3-4 Stunden marinieren.
Gochujang – Die fermentierte koreanische Chilipaste ist das Herzstück. Sie schmeckt scharf, fruchtig und leicht süß durch die Reisstärke. Vorsicht: Schärfegrade variieren je nach Marke deutlich. Schau auf die Verpackung, wenn du es milder magst. Ansonsten probiere die Marinade einfach ab und starte mit einer kleineren Dosid.
Honig – Bringt die Süße rein, die der Gochujang-Schärfe Gegengewicht gibt. Ein guter Blütenhonig oder Akazienhonig passt am besten.
Geröstetes Sesamöl – Macht den entscheidenden Unterschied zum normalen Pflanzenöl. Schon zwei Teelöffel reichen für dieses tiefe, nussige Aroma. Bitte unbedingt die geröstete Variante verwenden, nicht das helle Sesamöl. Hier gilt auf jeden Fall nicht: Viel hilft viel!
Limette – Frischer Saft am Ende der Marinade hellt das Ganze auf. Theres drückt manchmal noch eine Spalte direkt auf den Teller, wenn die Spieße fertig sind.
Knoblauch und Ingwer – Beides frisch gerieben. Das macht in dieser kleinen Marinade einen riesigen Unterschied.
Wenn du Lust auf weitere koreanische Klassiker hast, schau dir mal unsere Bulgogi-Grillspieße an.
So gelingen deine Gochujang Garnelenspieße garantiert
Der wichtigste Punkt vorweg: Garnelen verzeihen keine zu lange Grillzeit. Vier Minuten sind genug, alles darüber wird gummig. Das ist der Grund, warum viele Garnelen einfach nicht mögen, meist sind diese zu lange gegart.
Die anderen Stolperfallen kommen schon vor dem Grill. Gefrorene Garnelen tauen am besten langsam im Kühlschrank auf, niemals heiß. Danach wirklich gut trockentupfen, sonst verwässert die Marinade und brennt später eher an, statt zu karamellisieren. Beim Marinieren reicht eine Stunde völlig. Länger als zwei Stunden würde ich nicht gehen, weil der Limettensaft das Garnelenfleisch sonst schon vor dem Grillen anfängt zu „garen“.
Was unser Rezept besser macht als die Standard-Variante: Die meisten Gochujang-Garnelen-Rezepte landen in der Pfanne und arbeiten mit Sojasauce. Wir lassen die weg und setzen stattdessen auf Honig plus geröstetes Sesamöl. Das Ergebnis ist weniger salzig, dafür rauchig-süß. Außerdem grillen wir – das gibt diese leichte Röstnote, die in der Pfanne oft nicht so richtig entstehen will.
Ein letzter Tipp aus der Praxis: Den Grill ordentlich vorheizen, dann die Spieße bei direkter Hitze auflegen. Ein bis Zwei Minuten pro Seite, fertig. Sobald die Garnelen umschlagen von glasig zu undurchsichtig-rosa, runter vom Rost.
- 5 Garnelenspieße oder 370 g Garnelen
- 3 EL Gochujang Paste
- 2 EL Pflanzenöl
- 1 EL Honig
- 2 TL geröstetes Sesamöl
- 1 TL Knoblauch gerieben
- 1 TL Ingwer gerieben
- 1 Prise Salz
- 1/2 Limette
🥘 Zubereitung
- Garnelen über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen, falls tiefgefroren. Geschält und entdarmt auf Spieße stecken oder fertige Spieße verwenden. Mit Küchenpapier gut trockentupfen.
- Limettenhälfte auspressen. Limettensaft, Gochujang, Pflanzenöl, Honig, Sesamöl, geriebenen Knoblauch und Ingwer sowie eine Prise Salz in einer Schüssel zu einer glatten Marinade verrühren.
- Garnelenspieße in eine flache Form legen, mit der Marinade rundum bestreichen und abgedeckt mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Maximal 2 Stunden.
- Grill auf direkte mittlere Hitze (ca. 200 °C) vorheizen. Rost leicht einölen.
- Marinierte Spieße auflegen und ca. 2 Minuten pro Seite grillen, bis die Garnelen rosa-undurchsichtig sind und sich die Schwänze leicht kräuseln.
- Sofort vom Grill nehmen und heiß servieren. Nach Wunsch mit frischer Limette, Sesam und Frühlingszwiebeln garnieren.
Nährwertangaben pro Portion (ca.)
Häufige Fragen zu Gochujang Garnelen kurz beantwortet
Mindestens eine Stunde, höchstens zwei. Kürzer reicht der Geschmack nicht durch, länger gerinnt das Eiweiß durch den Limettensaft.
Mittelscharf bis scharf, je nach Gochujang-Marke. Der Honig nimmt der Schärfe die Spitze, sodass die meisten gut damit klarkommen. Wer es milder mag, halbiert die Gochujang-Menge und gibt dafür einen Esslöffel Tomatenmark dazu.
Ja, problemlos. In der Heißluftfritteuse bei 200 Grad sechs Minuten, in der Pfanne bei mittlerer Hitze drei bis vier Minuten pro Seite. Geschmacklich gewinnt der Grill, aber Pfanne und Airfryer sind super Alternativen für den Alltag.
Klassisch koreanisch wäre Reis mit Kimchi und ein einfacher asiatischer Krautsalat mit Erdnuss-Dressing. Auch ein grüner Salat mit Limettendressing funktioniert richtig gut. Im Sommer servieren wir die Spieße oft als Vorspeise mit Baguette und Aioli.
Nicht wirklich. Sriracha plus etwas Miso kommt geschmacklich am nächsten, hat aber nicht die fermentierte Tiefe von Gochujang. Mittlerweile bekommst du die Paste in jedem gut sortierten Asia-Markt und online sowieso.
Lust aufs Nachkochen?
Probier die Gochujang Garnelenspieße beim nächsten Grillabend aus, ich verspreche dir, das Pöttchen Gochujang im Kühlschrank wird danach ein Dauergast. Falls du noch mehr koreanische Inspiration brauchst, klick dich mal durch unsere Korean Chicken Bao – ebenfalls ein Gericht, das wir immer wieder gerne machen.
Wenn du das Rezept ausprobierst, freuen wir uns über deine Erfahrung. Verlink uns gerne auf Instagram unter @gernekochen oder hinterlasse einen Kommentar – wir lesen wirklich jeden.
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