Kennt ihr Gochujang? Diese fermentierte koreanische Chilipaste hat eine Schärfe, die nicht einfach nur draufhaut – da steckt Tiefe drin, eine fast schon süßliche Wärme, die sich Schicht für Schicht entfaltet. Seit ich das erste Mal Korean Fried Chicken gegessen habe, ist diese Paste bei mir ganz hoch im Kurs. Besonders gut kommt sie, in Kombination mit Ketchup oder anderen Saucen und als ich letztes eine Flasche Kewpie Mayonnaise in der Hand hatte, musste ich unbedingt etwas probieren!
Gochujang Mayo mit japanischer Mayonnaise
Das Wichtigste zu Gochujang Mayo in 30 Sekunden
- Zubereitungszeit: 5 Minuten plus 30 Minuten Ziehzeit
- Schwierigkeit: Einfach
- Das Besondere: Süß-säuerlich-scharf statt nur scharf, durch japanische Mayo extra cremig und umami-lastig.
- Perfekt für: Grillabende, Sushi-Reste, Pommes, Sandwiches und ja, sogar Spargel.
Diese Gochujang Mayo ist in fünf Minuten zusammengerührt und braucht danach nur noch Zeit im Kühlschrank. Cremig, leicht scharf, mit einer feinen Süße vom Honig und der Frische der Limette.
Bärlauch Schnitzel Rezept – knusprig gefüllt mit Gouda
Ich liebe Gochujang und du?
Was dabei rauskam, ist diese Gochujang Mayo – und ich nutze sie inzwischen für alles. Zum Grillen passt sie sowieso, gerade zu Saté-Spießen aus der Heißluftfritteuse. Genauso gut zu unseren selbstgemachten Pommes oder als Twist auf einem Crispy Chicken Burger. Kleines Versprechen: Wenn du sie einmal probiert hast, willst du eine Vorratsdose im Kühlschrank.
Die wichtigsten Zutaten für Gochujang Mayo
Für den Dip brauchst du nur eine Handvoll Zutaten – aber jede einzelne hat ihren Job.
- Japanische Mayonnaise – Die Basis und der heimliche Star. Kewpie und Co. werden mit Eigelb statt ganzen Eiern gemacht, dazu kommt Reisessig statt normalem Essig. Das macht die Mayo cremiger, runder und deutlich umami-lastiger als die deutsche Variante. Notfalls geht auch normale Mayo, aber probier die japanische einmal – du wirst den Unterschied sofort schmecken. Ja, die klassische Kewpie Mayonnaise enthält auch Glutamat, wer darauf verzichten möchte, greift einfach zu der Variante ohne!
- Gochujang – Die fermentierte koreanische Chilipaste mit Klebreis und Sojabohnen. Süßlich-scharf-würzig, weit komplexer als westliche Chilisaucen. Achtung: Die Schärfe variiert stark je nach Marke. Schau auf die Skala (in Gochu-Einheiten oder mild/medium/hot) und taste dich ran.
- Limettensaft – Nur der Saft, keine Schale. Bringt die Frische rein, die den Dip vor zu viel Wucht bewahrt.
- Geröstetes Sesamöl – Der Geschmacks-Booster schlechthin. Sparsam dosieren – ein Teelöffel reicht oft. Achte auf das Wort „geröstet“ auf der Flasche, helles Sesamöl bringt nicht den nussigen Charakter.
- Honig – Spielt mit der natürlichen Süße der Gochujang-Paste zusammen und nimmt der Schärfe die Spitze. Flüssiger Honig lässt sich besser verrühren als fester. Auch ein lecker Tipp: Probiere mal unseren Hot Honey für einen extra Kick.
- Schnittlauch – Frisch gehackt, kurz vor dem Servieren oder beim Anrichten. Bringt Farbe und einen leichten Zwiebel-Kick.
So gelingt deine Gochujang Mayo garantiert
Das Geheimnis liegt in der Ziehzeit – ohne die schmeckt der Dip noch zu „roh“ und unausgewogen.
Lass die Mayo ziehen. 30 Minuten im Kühlschrank sind Pflicht. In dieser Zeit verbinden sich Gochujang, Honig und Sesamöl mit der Mayo zu einer einheitlichen Sauce. Frisch gerührt schmeckt sie noch arg nach „Mayo plus Paste“ – nach einer halben Stunde ist sie eine eigene Sache.
Taste dich an die Schärfe ran. Gochujang ist nicht gleich Gochujang. Manche Marken sind richtig mild, andere haben es in sich. Starte mit 1 EL auf 10 EL Mayo, probier, leg nach. Klingt simpel, wird aber oft übersprungen – und dann liegt der Dip im Mülleimer.
Sesamöl ist ein Verstärker, kein Hauptdarsteller. Der nussige Geschmack ist intensiv. Zwei Teelöffel sind das Maximum, sonst überdeckt das Öl das fein abgestimmte Spiel aus Schärfe, Süße und Säure.
Was macht unsere Variante anders? Die meisten Rezepte rühren einfach Mayo mit Gochujang an. Wir setzen auf die japanische Mayo als Basis – eierreicher, cremiger, umami-tief – und auf den süß-säuerlichen Bogen aus Honig und Limette. Das Ergebnis ist nicht „scharfe Mayo“, sondern eine eigenständige Sauce mit Charakter.
- 10 EL japanische Mayonnaise ersatzweise „normale“ Mayo
- 2 EL Gochujang
- 3 EL Schnittlauch frisch gehackt
- 1 Limette davon der Saft
- 2 TL geröstetes Sesamöl
- 2 TL Honig
- Salz
🥘 Zubereitung
- Limette halbieren und den Saft auspressen. Schnittlauch fein hacken.
- Japanische Mayonnaise, Gochujang, Limettensaft, geröstetes Sesamöl und Honig in einer Schüssel verrühren, bis eine glatte, einheitliche Sauce entsteht.
- Schnittlauch unterheben und alles abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
- Vor dem Servieren mit Salz abschmecken und nach Geschmack noch etwas Gochujang oder Limettensaft nachjustieren.
Nährwertangaben pro Portion (ca.)
Häufige Fragen zur Gochujang Mayo
Gochujang Mayo ist ein cremiger Dip aus Mayonnaise und der koreanischen Chilipaste Gochujang, oft mit Limette, Honig und Sesamöl abgerundet. Sie schmeckt süß-scharf-säuerlich und passt zu Grillgerichten, Sandwiches, Pommes und asiatischen Gerichten.
Eigentlich für fast alles. Klassisch als Dip zu Pommes, Kartoffelwedges oder Crispy Chicken. Auf Burgern und Sandwiches macht sie sich super, ebenso zu gegrillten Garnelen, Hähnchen oder Schweinefleisch. Auch zu Spiegelei, Sushi oder grünem Spargel passt sie überraschend gut.
Im Kühlschrank in einem fest verschlossenen Glas hält sie sich problemlos eine Woche. Wichtig: immer einen sauberen Löffel benutzen, sonst wird sie schneller schlecht.
Klar, das funktioniert auch. Geschmacklich ist die japanische Mayo aber eine andere Liga – cremiger und umami-reicher. Wer keine Kewpie-Mayo bekommt, kann die deutsche Mayo mit einem Spritzer Reisessig und einer kleinen Prise Zucker etwas in die Richtung schubsen.
Mittelscharf, aber das hängt stark von der verwendeten Gochujang-Marke ab. Honig und Limette dämpfen die Schärfe deutlich. Wer es milder mag, nimmt 1 EL Gochujang, wer es feurig will, gibt einen weiteren Esslöffel dazu.
Lust aufs Nachkochen?
Diese Gochujang Mayo ist eines der Rezepte, die man einmal kennt und dann nicht mehr missen will. Fünf Minuten Aufwand, eine halbe Stunde Geduld, danach steht im Kühlschrank ein kleiner Dip-Schatz. Probier auch unbedingt mal unsere Korean Fried Chicken Wings – das ist die Königsdisziplin.
Folg uns gerne auf Instagram unter @gernekochen und zeig uns, wozu du die Gochujang Mayo serviert hast. Wir sind echt gespannt, was du daraus machst.
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