Spargel und Sauce Hollandaise – klar, das ist Pflicht. Aber ehrlich gesagt wird einem das nach drei Wochen Saison auch mal zu schwer. Genau deshalb haben wir uns dieses Jahr eine kleine Saucen-Reihe vorgenommen: eine Blitz-Hollandaise, eine Specksauce, ein Erdbeerchutney – und eben diese Sauce Tartare zu Spargel mit körnigem Frischkäse statt Mayo.
Sauce Tartare zu Spargel mit Bärlauch und körnigem Frischkäse
Das Wichtigste zu Sauce Tartare zu Spargel in 30 Sekunden
- Zubereitungszeit: 10 Minuten
- Schwierigkeit: Einfach
- Das Besondere: Statt klassischer Mayo-Basis kommt körniger Frischkäse zum Einsatz, was die Sauce deutlich leichter und frischer macht.
- Perfekt für: Spargelsaison, Frühlingsessen, schnelle Feierabendküche
Diese Sauce Tartare ist in zehn Minuten fertig und passt zu weißem wie grünem Spargel. Bärlauch und Schnittlauch sorgen für den saisonalen Kick. Wer keinen Bärlauch mehr bekommt, weicht einfach auf Petersilie oder mehr Schnittlauch aus.
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Spargelsaucen mal anders gedacht
Die Idee dahinter ist eigentlich simpel. Was zur selben Zeit wächst, passt meistens auch zusammen. Und solange noch Bärlauch zu haben ist, gehört der für uns einfach zum Frühling dazu. Also rein damit. Theres meinte beim ersten Versuch, dass die Sauce viel frischer schmeckt als die klassische Variante – und sie hatte recht. Der körnige Frischkäse macht das Ganze leichter, ohne dass man auf Cremigkeit verzichten muss.
Die wichtigsten Zutaten für Sauce Tartare zu Spargel
- Körniger Frischkäse – Das Herzstück dieser Variante. Statt klassisch eine Mayo aufzuschlagen, sorgt der körnige Frischkäse für die cremige Basis und gleichzeitig für eine schöne Textur.
- Bärlauch – Der saisonale Star. Verleiht der Sauce eine knoblauchige Tiefe ohne die Schärfe von rohem Knoblauch. Wenn die Saison vorbei ist, funktioniert auch selbstgemachtes Bärlauchpesto oder einfach Schnittlauch in doppelter Menge.
- Schnittlauch – Der zweite Kräuterklassiker. Sorgt für die feine, leicht zwiebelige Note, die zu Spargel einfach gehört.
- Eigelb – Bringt die Cremigkeit und bindet das Öl. Wichtig: wirklich frisch, am besten aus Bio-Haltung. Da das Ei roh in die Sauce kommt, ist Qualität hier kein Detail, sondern ein Muss.
- Neutrales Öl – Sonnenblumen- oder Rapsöl funktioniert am besten. Olivenöl wäre zu dominant und würde den Bärlauch erschlagen. Langsam einlaufen lassen, sonst trennt sich die Emulsion.
- Salz und Pfeffer – Frisch gemahlen aus der Mühle. Bei Spargelsaucen lieber etwas zurückhaltender salzen, weil der Spargel selbst schon Würze mitbringt.
So gelingt deine Sauce Tartare zu Spargel garantiert
Der wichtigste Punkt vorweg: das Öl muss langsam und in dünnem Strahl einlaufen, sonst trennt sich die Sauce. Das ist die einzige Stelle, an der wirklich was schiefgehen kann.
Drei Punkte, die wir uns durchprobiert haben:
- Hohes Gefäß plus Pürierstab. Das funktioniert besser als jede Schüssel mit Schneebesen. Stab ganz nach unten, anschalten, dann langsam hochziehen – die Sauce zieht sich von selbst.
- Eigelb und Frischkäse sollten Zimmertemperatur haben. Direkt aus dem Kühlschrank wird das Ganze zäh und emulgiert schlechter. Zehn Minuten vorher rausstellen reicht.
- Kräuter erst grob, dann fein. Wenn du Bärlauch und Schnittlauch in zu großen Stücken in den Mixer wirfst, bleiben Fasern hängen. Vorher auf 2 cm schneiden – dann wird die Sauce richtig schön glatt.
Was unser Rezept von der Standard-Tartare unterscheidet, ist die Basis. Klassisch wird hier eine komplette Mayo aufgeschlagen, oft noch mit Gewürzgurken und Kapern verfeinert. Wir lassen das Säuerliche bewusst weg, weil Spargel das nicht braucht. Der körnige Frischkäse bringt eine leichte Frische rein, die Mayo nie hat. Wer trotzdem etwas Säure mag: ein Spritzer Zitronensaft am Ende, fertig.
- 0,5 Bund Schnittlauch
- 0,5 Bund Bärlauch oder Petersilie als Alternative
- 1 Eigelb sehr frisch, Bio-Qualität
- 200 g körniger Frischkäse
- 100 ml neutrales Öl z.B. Sonnenblumen- oder Rapsöl
- Salz
- Pfeffer aus der Mühle
🥘 Zubereitung
- Schnittlauch und Bärlauch waschen, trocken schütteln und in etwa 2 cm große Stücke schneiden. (1 Minute)
- Eigelb, körnigen Frischkäse und die Kräuter in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Pürierstab kurz pürieren, bis die Kräuter fein zerkleinert sind. (1 Minute)
- Das Öl in einem dünnen, gleichmäßigen Strahl langsam zugeben, dabei den Pürierstab langsam hoch- und runterbewegen, bis die Sauce cremig emulgiert ist. (2 Minuten)
- Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
- Vor dem Servieren etwa 10 Minuten im Kühlschrank durchziehen lassen, damit sich die Aromen verbinden. (10 Minuten)
Nährwertangaben pro Portion (ca.)
Häufige Fragen zu Sauce Tartare zu Spargel kurz beantwortet
Sauce Tartare ist eine kalte Sauce auf Mayonnaise-Basis aus der französischen Küche. In unserer Version ersetzt körniger Frischkäse die klassische Mayo, was die Sauce leichter macht. Sie passt zu Spargel, Fisch, Fleisch und sogar Fondue.
Im Kühlschrank in einem geschlossenen Glas hält sie zwei bis drei Tage. Da rohes Eigelb drin ist, würden wir sie nicht länger lagern. Frisch zubereitet schmeckt sie sowieso am besten.
Remoulade enthält klassisch Sardellen und ist dadurch deutlich würziger. Sauce Tartare setzt auf Kräuter und manchmal Kapern oder Gurken. Unsere Variante bleibt bewusst puristisch, damit der Spargel im Vordergrund steht.
Ja, das geht. Lass das Eigelb einfach weg und gib stattdessen einen Esslöffel Senf dazu. Die Konsistenz wird etwas weniger cremig, aber für Schwangere oder bei Eierallergie ist das die sichere Variante.
Beides funktioniert. Zu weißem Spargel ist der Geschmackskontrast etwas spannender, weil die Kräuter den milden Spargel schön ergänzen. Zu grünem Spargel passt die Sauce auch, da macht der Bärlauch ohnehin geschmacklich mehr Sinn.
Lust aufs Nachkochen?
Wenn du die Sauce nachmachst, freuen wir uns über ein Foto auf Instagram unter @gernekochen – wir teilen die schönsten Bilder gern in unseren Stories. Und falls dir die Tartare schmeckt: schau auch bei unseren anderen Saucen-Rezepten vorbei. Da kommt diese Saison noch einiges nach.
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