Bennis Lieblingssauce bei Pasta ist seit jeher Carbonara. Ich wollte irgendwann trotzdem etwas mit Kartoffeln daraus machen, und genau diese Pfanne ist dabei herausgekommen. Speck, Zwiebeln und Kartoffeln werden angebraten, dann kommt die Ei-Sahne-Parmesan-Mischung dazu und bindet alles zu einer cremigen Sauce. Kein Nudelnkochen, kein Backofen, nur eine Pfanne.
Kartoffel-Carbonara-Pfanne mit Speck und Parmesan
Das Wichtigste zu Kartoffel-Carbonara-Pfanne in 30 Sekunden
- Aktive Zeit: 40 Minuten
- Gesamtzeit: 40 Minuten
- Schwierigkeit: Einfach
- Das Besondere: Die klassische Carbonara-Technik aus Ei, Parmesan und Sahne wandert von der Pasta in die Pfanne und trifft dort auf gebratene Kartoffeln – ganz ohne Backofen.
- Ideal für: Feierabend, Resteverwertung von gekochten Kartoffeln und alle, die Carbonara auch mal ohne Nudeln mögen
Ein Pfannengericht, das in derselben Zeit fertig ist wie ein Teller Spaghetti, aber deutlich sättigender daherkommt.
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Besonders praktisch wird die Kartoffel-Carbonara-Pfanne, wenn noch gekochte Kartoffeln vom Vortag im Kühlschrank stehen. Dann fällt der erste Schritt komplett weg, und Du bist in weniger als 20 Minuten fertig. Für 3 bis 4 Portionen braucht es nur wenige Zutaten, die vermutlich ohnehin im Haus sind.
Die wichtigsten Zutaten für Kartoffel-Carbonara-Pfanne
Festkochende Kartoffeln – Sie behalten beim Anbraten ihre Form und werden nicht matschig. Mehligkochende Sorten zerfallen in der Pfanne eher.
Speck, Pancetta, Guanciale oder Bacon – Alle vier Varianten funktionieren in diesem Rezept. Pancetta und Guanciale bringen mehr Würze und Fett mit als normaler Frühstücksspeck, klassischer Bacon ist die mildere und meist verfügbarste Option.
Ei – Es ist der Kern der Carbonara-Sauce und bindet zusammen mit dem Parmesan die Sahne. Wichtig ist, dass es erst außerhalb der heißen Pfanne mit der Sahne verrührt wird.
Parmesan – Frisch gerieben schmilzt er gleichmäßiger in die Sauce ein als fertig geriebene Ware und bringt mehr Würze mit.
Sahne – Sie macht die Sauce cremig und verhindert gemeinsam mit dem Verrühren außerhalb der Pfanne, dass das Ei zu schnell stockt.
So bleibt die Sauce cremig statt körnig
Der wichtigste Punkt ist die Reihenfolge. Sahne, Parmesan und Ei werden getrennt von der Pfanne verrührt und erst dazugegeben, wenn der Herd auf kleinster Stufe steht. Landet das Ei direkt in der heißen Pfanne, stockt es zu schnell und die Sauce wird körnig statt seidig.
Auch die Kartoffeln profitieren von etwas Geduld. Sie sollten ruhig sieben Minuten in Speck- und Butterfett anbraten, bevor Zwiebeln und Sahnemischung dazukommen. (Die Butter kann man sich bei besonders fettigem Speck, Guanciale und Co. auch sparen, da reicht das ausgelassene Fett daraus). So entstehen Röstaromen, die dem Gericht seine Tiefe geben. Wenn du Bratkartoffeln und alles darum herum gut findest, findest Du bei unseren Rosmarinkartoffeln aus der Bratpfanne eine weitere Variante, bei der genau diese Technik im Mittelpunkt steht.
Sobald die Sahnemischung in der Pfanne ist, brauchst Du vor allem eines: niedrige Hitze und etwas Geduld. Rühre gelegentlich um, bis die Sauce sichtbar andickt. Das dauert nur wenige Minuten, geht bei zu hoher Hitze aber schnell schief.
So nutzt Du übrige Kartoffeln für die Pfanne
Sind noch gekochte Kartoffeln vom Vortag da, kannst Du den ersten Schritt komplett überspringen. Einfach pellen, würfeln und direkt mit anbraten. Das spart nicht nur Zeit, sondern macht die Kartoffel-Carbonara-Pfanne zu einem echten Resteessen, bei dem nichts danach schmeckt.
Hast Du öfter Kartoffeln übrig und suchst noch eine zweite schnelle Idee dafür, lohnt sich ein Blick auf unseren Rucki-Zucki-Kartoffelsalat – Wenn es schnell gehen muss!.
Aufbewahren und Aufwärmen
Die Ei-Sahne-Sauce ist der Grund, warum sich dieses Gericht nicht besonders gut fürs Aufwärmen eignet. Beim erneuten Erhitzen neigt sie dazu, zu gerinnen, ähnlich wie bei klassischer Spaghetti Carbonara. Am besten schmeckt die Kartoffel-Carbonara-Pfanne deshalb frisch aus der Pfanne.
Falls doch Reste übrig bleiben, wärme sie auf kleinster Stufe und mit einem kleinen Schuss zusätzlicher Sahne oder Milch auf. Das gleicht die Konsistenz etwas aus, auch wenn die Sauce nie ganz so cremig wird wie beim ersten Mal.
- 1 kg Kartoffeln festkochend
- 1 Zwiebel
- 150 g italienischen Speck Pancetta, Guanciale oder alternativ Bacon
- 300 g Sahne
- 1 Ei
- 150 g Parmesan gerieben
- 2 EL Butter
- 3 Stängel Petersilie optional
- Salz
- Pfeffer
Kochutensilien:
🥘 Zubereitung
- Kartoffeln in gesalzenem Wasser kochen, ca. 20–30 Minuten, bis sie durch sind. Abschrecken, pellen und in mundgerechte Würfel schneiden.
- Zwiebel schälen und würfeln, ebenso den Speck.
- In einem hohen Gefäß Sahne, Parmesan und Ei verrühren, salzen und pfeffern.
- Speck in einer Pfanne auslassen, Butter dazugeben, dann Zwiebeln zugeben und andünsten.
- Kartoffeln dazugeben und ca. 7 Minuten mit anbraten.
- Sahnemischung zugeben, Herd auf kleinste Stufe stellen, warten, bis die Sauce andickt, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Petersilie klein hacken und darüberstreuen.
Nährwertangaben pro Portion (ca.)
Häufige Fragen zu Kartoffel-Carbonara-Pfanne
Am besten schmeckt sie frisch zubereitet, weil die Ei-Sahne-Sauce sich nicht gut aufwärmen lässt. Vorbereiten kannst Du aber die Kartoffeln: Sind sie schon gekocht und gepellt, geht die eigentliche Pfannenzeit sehr schnell.
Italienischer Speck, Pancetta und Guanciale bringen die kräftigste Würze und passen geschmacklich am nächsten an die klassische Pasta-Carbonara. Alternativ funktioniert auch normaler Bacon, dann fällt das Ergebnis etwas milder aus.
Meist liegt es daran, dass das Ei zu heiß wird. Verrühre es deshalb immer zuerst mit der kalten Sahne und dem Parmesan, bevor es in die Pfanne kommt, und reduziere die Hitze, sobald die Mischung dazugegeben wird.
Das ist schwierig, weil die Sauce durch das Ei beim erneuten Erhitzen leicht gerinnt. Wenn es nicht anders geht, wärme sie sehr langsam auf niedriger Stufe auf und gib etwas zusätzliche Sahne dazu.
Lust aufs Nachkochen?
Wenn bei Dir noch Kartoffeln vom Vortag übrig sind, ist jetzt ein guter Moment, sie in dieser Pfanne zu verwerten. Probier die Kartoffel-Carbonara-Pfanne aus und markiere uns gern unter @gernekochen, wenn Du sie nachkochst.
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