Unsere liebsten Saucen Rezepte zu Spargel:
Die besten Saucen zu Spargel – 5 Rezepte für die Saison
Das Wichtigste zu Saucen zu Spargel in 30 Sekunden
- Vier Rezepte: Blitz Hollandaise, Specksauce, Sauce Tartare, Erdbeer-Chutney
- Zubereitungszeit: 5 bis 15 Minuten pro Sauce
- Schwierigkeit: Einfach (alle vier)
- Das Besondere: Eine komplette Saucen-Reihe für die ganze Spargelsaison – cremig, knusprig, kräuterfrisch und fruchtig.
- Perfekt für: Spargelsaison von April bis Juni, weißer wie grüner Spargel
Die besten Saucen zu Spargel sind nicht nur Hollandaise. Hier kommen vier Alternativen, die jede für sich was anderes mit dem Spargel macht. Drei davon sind in zehn Minuten fertig, eine sogar in fünf.
Bärlauch Schnitzel Rezept – knusprig gefüllt mit Gouda
Warum eine ganze Reihe nur für Saucen?
Spargelzeit ist bei uns am Niederrhein nicht einfach Saison. Das ist eher ein Lebensgefühl von Mitte April bis zum Johannistag am 24. Juni. Spargelhof, Frühkartoffeln, Schinken, Hollandaise, fertig. Und genau da kommt das Problem: Nach drei Wochen Hollandaise hängt’s einem zum Hals raus. Ehrlich.
Theres meinte irgendwann beim x-ten Spargelessen: „Ich kann die Sauce nicht mehr sehen.“ Recht hatte sie. Also haben wir uns hingesetzt und überlegt, was es noch gibt. Was zur Spargelzeit eigentlich zur Spargelzeit auch wächst. Was den weichen, fast cremigen Spargel anders interpretiert. Und was nicht nur zum wahrscheinlich besten Spargel passt, sondern auch zu grünem oder lila.
Eingekauft haben wir für diese Reihe fast alles beim Bauernmarkt Lindchen in Uedem-Keppeln, ein paar Kilometer von uns entfernt. Spargel direkt aus den Feldern, die ersten Erdbeeren, Kräuter, Eier – alles aus einer Hand. Wer den Niederrhein kennt, kennt Lindchen wahrscheinlich sowieso. Für alle anderen: lohnt sich.
Rausgekommen sind fünf Rezepte. Eine schnelle Hollandaise mit Pürierstab, eine deftige Bröselsauce mit Speck, eine Kräuter-Tartare mit Bärlauch und körnigem Frischkäse – und ein Erdbeer-Chutney, das wir selbst nicht ernst genommen haben, bis wir’s probiert haben. Funktioniert. Einen Ausflug nach Belgien, zumindest kulinarisch, haben wir auch gemacht, es gab nämlich noch eine Schnitzelplatte mit Belgischer Eier-Butter-Sauce.
Das Schöne an einer Saucen-Reihe: Man kann den Spargel mehrmals die Woche essen, ohne dass es langweilig wird. Heute deftig mit Speck, morgen frisch mit Kräutern, übermorgen fruchtig mit Erdbeeren. So sieht für uns Saison aus.
Erdbeer-Chutney mit hellem Balsamico zu grünem und weißen Spargel
Klingt nach Schnapsidee. Erdbeeren zum Spargel? Wir waren selbst skeptisch. Aber genau die Kombi bringt am Tisch jeden zum Kurz-mal-Stillsein. Karamellisierter Zucker, heller Balsamico, gewürfelte Erdbeeren, frischer Basilikum, kurz aufgekocht. Fertig in einer Viertelstunde, schmeckt warm wie kalt. Wichtig: Nimm wirklich reife, regionale Erdbeeren – unsere haben wir frisch beim Lindchen geholt, und der Unterschied zu den wässrigen Supermarkt-Erdbeeren ist enorm.
Funktioniert vor allem zu grünem Spargel, weil dessen leicht herbe Note den fruchtigen Gegenpart braucht. Zu weißem Spargel ist die Kombi gewagter, schmeckt aber ebenso gut. Das Erdbeer-Chutney ist auch eine echte Bereicherung für eine Käseplatten-Begleitung oder ganz schlicht zum Ziegenkäse.
Blitz Hollandaise – fertig in 5 Minuten
Die klassische Wahl, nur ohne den Stress. Statt Wasserbad und ständigem Rühren kommt der Pürierstab zum Einsatz. Eigelb, Crème fraîche, Zitrone und etwas Kerbel ins hohe Gefäß, geschmolzene Butter im dünnen Strahl dazu, fertig. Crème fraîche stabilisiert die Emulsion – die Sauce kann eigentlich nicht gerinnen. Wer also mit klassischer Hollandaise schon mal Schiffbruch erlitten hat: Hier ist deine Versöhnung.
Passt zu allem: weißem, grünem und lila Spargel. Auch zu Fisch, Eggs Benedict oder Lachs. Der Kerbel bringt eine leicht anisige Note, die zu Frühlingsgemüse einfach gehört. Wenn du keinen findest, geht auch Estragon oder etwas Dill.
Specksauce mit Panko-Bröseln
Der deftige Gegenentwurf. Knusprig ausgelassener Speck, leicht nussige Butter, dazu eine Mischung aus Panko und Semmelbröseln, die in der Pfanne goldgelb röstet. Am Ende kommt frische Petersilie drüber. Keine Sauce im klassischen Sinne, eher eine Brösel-Speck-Mischung, die den weichen Spargel mit ordentlich Crunch trifft. Spargel ist ja eher weich, und genau da fehlt den meisten Tellern was zum Beißen.
Funktioniert besonders gut zu weißem Spargel mit Salzkartoffeln. Aber auch zu Blumenkohl oder Brokkoli. Die Idee dahinter haben wir uns übrigens bei Omas bestem Blumenkohl mit Semmelbröseln und brauner Butter abgeschaut – nur eben mit Speck und Panko aufgepimpt.
Sauce Tartare mit Bärlauch und körnigem Frischkäse
Die frische Variante. Statt klassisch eine Mayo aufzuschlagen, wird körniger Frischkäse zur Basis. Das macht die Sauce leichter, ohne dass die Cremigkeit verloren geht. Bärlauch und Schnittlauch geben die Frühlingsnote – knoblauchig, kräuterfrisch, sauber. Solange Bärlauch noch zu haben ist, gehört er für uns einfach in jede Frühlingssauce. Ist die Saison vorbei, weichst du auf Petersilie und mehr Schnittlauch aus oder greifst auf selbstgemachtes Bärlauchpesto zurück.
Die Sauce passt zu weißem und grünem Spargel, vor allem aber wenn du eh schon Bärlauch im Menü hast. Nebenbei macht sie sich auch zu kaltem Roastbeef, Lachs oder einfach zum Brot ganz hervorragend.
Belgische Eier-Butter-Sauce – der Geheimtipp aus Flandern
Wer schon mal in Belgien Spargel gegessen hat, kennt sie. Dort kommt zum klassischen weißen Spargel oft keine Hollandaise auf den Teller, sondern eine Sauce aus brauner Butter, hartgekochten Eiern und gehackter Petersilie. Klingt unspektakulär, ist aber unfassbar gut. Die nussig-braune Butter trägt das Ganze, die fein gehackten Eier geben Textur und etwas Substanz, die Petersilie sorgt für die frische Note. Wer mag, packt noch eine Prise geräucherte Paprika dazu – das gibt eine schöne rauchige Tiefe.
Bei uns gibt’s die Sauce traditionell zur Spargelplatte mit Schnitzelchen. Kombiniert mit Salzkartoffeln und panierten Schnitzelchen ist das eines unserer Frühlings-Lieblingsessen. Funktioniert übrigens auch hervorragend ohne Schnitzel, einfach pur zu weißem Spargel und Kartoffeln. Wichtig ist nur, dass die Butter wirklich braun wird, nicht nur geschmolzen. Der Schäumungsmoment, in dem die Molke bräunt, ist der Punkt, an dem die Butter ihren nussigen Geschmack entwickelt.
So findest du die richtige Sauce für deinen Spargel
Welche Sauce zu welchem Anlass passt, lässt sich an drei Fragen festmachen.
- Klassisch oder mal was Neues? Wenn klassisch, dann Blitz Hollandaise. Wenn neu, dann Erdbeer-Chutney oder Sauce Tartare.
- Weiß oder grün? Weißer Spargel ist mild und braucht entweder Cremiges (Hollandaise) oder Würziges (Specksauce). Grüner Spargel hat mehr Eigengeschmack und verträgt Säure und Kräuter besser – Tartare und Chutney passen perfekt.
- Wie viel Zeit hast du? Fünf Minuten? Blitz Hollandaise. Zehn Minuten? Specksauce oder Sauce Tartare. Eine Viertelstunde plus Abkühlzeit? Erdbeer-Chutney – das schmeckt nach einer Stunde im Glas sogar noch besser.
Ein Tipp aus der Praxis: Wenn du Gäste hast, mach gleich zwei Saucen. Eine klassische und eine neue. So findet jeder seinen Geschmack, und der Tisch sieht sofort spannender aus. Wir machen das mittlerweile bei jedem Spargelessen so – Hollandaise plus eine zweite Sauce zum Probieren. Funktioniert immer.
Wer noch mehr Inspiration für die Saison sucht, findet in unserer Übersicht zur Spargelzeit mit den Top Spargel Rezepten jede Menge Ideen für die Hauptkomponente.
Klassisch ist Sauce Hollandaise die erste Wahl. Wer Abwechslung sucht, greift zur Specksauce mit Bröseln oder zur belgischen Eier-Butter-Sauce – beide passen hervorragend zum milden weißen Spargel. Auch unsere Sauce Tartare mit körnigem Frischkäse funktioniert gut.
Grüner Spargel hat mehr Eigengeschmack und verträgt kräftigere Aromen. Sauce Tartare mit Bärlauch oder Erdbeer-Chutney mit Balsamico sind hier die spannenderen Begleiter. Die Blitz Hollandaise passt aber auch.
Erdbeer-Chutney und Sauce Tartare lassen sich problemlos einen Tag vorher machen. Die Specksauce ist frisch zubereitet am knusprigsten – maximal zwei Stunden vorher und kurz vor dem Servieren in der Pfanne aufknuspern. Hollandaise gehört frisch auf den Tisch, sie lässt sich nicht gut warm halten.
Die Specksauce. Speck auslassen, Butter dazu, Panko und Brösel rein, Petersilie drüber – fertig. Keine Emulsion, kein Wasserbad, kein Risiko. In zehn Minuten steht alles auf dem Tisch.
Bei Spargel als Hauptgericht etwa 80 bis 100 Milliliter pro Person. Beim Chutney reichen zwei bis drei Esslöffel pro Person. Beim Chutney lieber etwas mehr machen – die Reste schmecken am nächsten Tag zum Frühstücksbrot oder zum Käse.
Lust aufs Nachkochen?
Schnapp dir die Sauce, die dich am meisten reizt – oder gleich zwei davon für den nächsten Spargelabend. Wenn du in der Nähe vom Niederrhein wohnst, lohnt sich ein Stopp beim Bauernmarkt Lindchen in Uedem-Keppeln: Spargel, Erdbeeren, Eier, Kräuter, alles aus der Region und in der Qualität, die diese Saucen erst richtig gut macht. Wir würden uns echt freuen, wenn du uns auf Instagram unter @gernekochen zeigst, welche Kombi bei dir auf dem Teller landet. Und wenn du noch gekochten Spargel anschließend übrig hast, dann mach doch einfach den Spargel-Kartoffel-Salat von uns. Da kann man super alle Reste verwerten.
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