ZUM SATTWERDEN

Rheinischer Sauerbraten in der Gernekochen Variante

19. Januar 2017
Sauerbraten

Sauerbraten ist eine der Speisen, die mir aus meiner Kindheit noch sehr gut in Erinnerung geblieben sind. Meine Mutter verabscheut Rosinen, was ich nicht nachvollziehen kann… Wenn mein Vater früher gebacken hat und wollte, dass meine Mutter vom Teig blieb, hat er eine handvoll Rosinen dazu gegeben und der Teig war sicher ;-).

Ich mag Rosinen… Das soll jetzt nichts heißen, aber dennoch haben wir unseren Sauerbraten ohne Rosinen gemacht, dafür aber mit getrockneten Aprikosen und Pumpernickel. Pumpernickel mag ich wiederum nicht. Das Leben ist aber halt kein Ponyhof und deswegen kam er rein und was soll ich sagen? Zusammen mit den leckeren Kartoffelklößen von Frau Gernekochen, war dieser Sauerbraten ein Gedicht. Am nächsten Tag schmeckte er sogar noch besser und wir haben alles weg geputzt. So muss ein Sonntagsbraten sein und das liegt nicht zuletzt auch an der grandiosen Qualität des Fleisches.

Alles was es braucht ist ein paar Zutaten, sehr gutes Fleisch so wie hier von DER LUDWIG, etwas Zeit und vor allem Geduld. Wir haben das Fleisch knapp 5 Tage mariniert.

Aber genug geredet, hier geht es zum Rezept!

Zutaten für das Rezept vom Sauerbraten (ca. 8 Pers)

  • ca. 2,3 kg Rinderbraten (Rindernuss)
  • 1,5 l Rotwein
  • 250 ml Himbeeressig
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Stange Lauch
  • 2 Möhren
  • 5 Lorbeerblätter
  • je 1 EL Wacholderbeeren, Senfsaat und Piment
  • 2 EL schwarzer Pfeffer (Körner)
  • 1/2 Knolle Sellerie/oder 2 Stangen Stangensellerie
  • 50 g Pumpernickel
  • 50 g getrocknete Aprikosen
  • 500 ml Rinderfond
  • 200 g Zuckerrübensirup, bei uns auch Rübenkraut genannt (diese gelbe Packung… Ihr wisst schon was ich meine)
  • 200 g passierte Tomaten
  • 1 EL Mehl
  • Etwas Speisestärke
  • Salz
  • Pfeffer

Den Sauerbraten marinieren:

  1. Das Fleisch in eine (am besten verschließbare) Schüssel oder Gefrierdose legen.
  2. Die Hälfte vom Gemüse (Lauch, Möhren, Sellerie und Zwiebeln) klein würfeln und zum Fleisch geben.
  3. Wein aufkochen, vom Herd nehmen, den Essig, Wacholderbeeren, Senfsaat, Piment, Pfeffer und den Lorbeer dazu geben.
  4. Jetzt alles über den Braten gießen bis dieser vollständig bedeckt ist und nun für mindestens 3 Tage im Kühlschrank marinieren.

Zubereitung des Sauerbratens:

  1. Nehmt den Sauerbraten aus der Marinade und trocknet ihn überall gut ab.
  2. Etwas Öl in einen Bräter geben und diesen auf höchster Stufe erhitzen und den Braten von allen Seiten schön anbraten und kräftig von allen Seiten salzen und pfeffern.
  3. Das restliche Gemüse und die Aprikosen klein hacken und mit dem Pumpernickel, welchen ihr zebröselt zum Braten geben und mit dem Mehl gemeinsam anrösten.
  4. Gebt nun die passierte Tomaten über den Braten und füllt das Ganze mit gut 2/3 der Marinade auf (diese bitte durch ein Sieb in den Bräter gießen).
  5. Jetzt den Herd auf die kleinste Stufe stellen, den Zuckerrübensirup hinzugeben und den Sauerbraten für gut 3 Stunden köcheln lassen und immer mal wieder wenden.
  6. Wenn ihr ein Bratenthermometer habt, die beste Temperatur für den Sauerbraten beträgt 85°C.
  7. In der Zeit in einem kleinen Topf den Rinderfond köcheln lassen, bis ungefähr 100 ml übrig sind und dann Beiseite stellen.
  8. Nach der Garzeit den Braten in Alufolie wickeln und im Backofen bei knapp 100°C warmhalten.
  9. Die Soße durch ein Sieb gießen und mit dem konzentrierten Rinderfond, Salz und Pfeffer abschmecken. Jetzt die Soße noch aufkochen lassen und mit etwas, mit Wasser vermischter Speisestärke, abbinden bis diese die richtige Konsistenz hat. Natürlich könnte man auch alles einkochen lassen, aber dann wäre die Soße in meinen Augen viel zu intensiv.
  10. Nun den Braten anschneiden und gemeinsam mit der Soße und z.B. Kartoffelklößen servieren!

Loss et üch schmecke!

Da wir bereits nach dem Post auf Instagram Nachrichten erhalten hatten, Das Fleisch kam von der Metzgerei Der Ludwig

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27 Kommentare

  • Antworte Gernekochen 19. Januar 2017 um 8:08

    😉 Danke!

  • Antworte Gernekochen 19. Januar 2017 um 8:08

    Dann mal ran an den Herd 😉

  • Antworte Gernekochen 19. Januar 2017 um 8:22

    Danke! 🙂

  • Antworte Florian Deffte 19. Januar 2017 um 8:26

    Ja das sieht schon so unglaublich gut aus

  • Antworte Benjamin Maasz 19. Januar 2017 um 8:42

    Sehr lecker!

  • Antworte Malte Krückemeier 19. Januar 2017 um 8:48

    Jetzt… bitte sofort!

  • Antworte Michaela Hoechst-Lühr 19. Januar 2017 um 8:55

    Ich liebe Hausmannskost sehr und das sieht lecker aus <3

  • Antworte Gernekochen 19. Januar 2017 um 9:03

    Das kann ich soooo nachvollziehen!

  • Antworte Kevin Buch 19. Januar 2017 um 9:55

    ooooh, das gab es bei uns auch schon viel zu lange nicht mehr 😀

  • Antworte Sascha Suer 19. Januar 2017 um 11:16

    Sauerbraten ist quasi mein Steckenpferd! Immer lecker vor allem mit gutem Fleisch! Gab es erst vor kurzem, aber geht schon wieder!!! 🙂 Mag ihn auch am nächsten Tag noch lieber!

  • Antworte Cada Pluppins 19. Januar 2017 um 12:07

    hast du gut gemacht kannst du deiner mutter bringen aber wehe es ist eine rosine drin

  • Antworte Malte Adrian 19. Januar 2017 um 13:15

    Bei mir dürfen ruhig Rosinen mit hinein und ich mag auch die Variante mit Pumpernickel. Ist immer wieder ein tolles Essen.

    • Antworte Gernekochen 19. Januar 2017 um 13:25

      Bei beidem bin ich ganz bei dir! Auch toll mit Aachener Printen.

  • Antworte Simone Filipowsky 19. Januar 2017 um 17:56

    Ich heiße Simone und ich bin Bratensoßensüchtig.

  • Antworte Bille 19. Januar 2017 um 21:50

    Tolles Rezept,,,danke dafür,,,
    LG.Bille

  • Antworte Gernekochen 20. Januar 2017 um 8:10

    Es war wirklich lecker, da hast du recht.

  • Antworte Monica Albrecht 20. Januar 2017 um 8:59

    Ich lieeebe Sauerbraten und wenns nach mir geht, dürfen da ganz arg viel Rosinen drin sein. Und Aachener Printen auch. Wobei ich auch die schwäbische Variante liebe. Leider ist mit dem Tod meiner Omi das Familienrezept verloren gegangen. Ich muss unbedingt mal testen, ob ich es ansatzweise trotzdem hinbekomme

    • Antworte Gernekochen 20. Januar 2017 um 9:15

      Ja, es gibt so viele Varianten und alle haben ihre Vorzüge. Dann mach dich mal daran, was gibt es schöneres als einen tollen Braten am Sonntag?

  • Antworte Gernekochen 20. Januar 2017 um 9:14

    Ich habe es noch nie mit Pferd probiert und wenn ich ganz ehrlich bin, finde ich den Gedanken daran irgendwie etwas komisch. Obwohl das eigentlich idiotisch ist.

  • Antworte Janina Lechner 23. Januar 2017 um 20:58

    Seeeehr lecker sieht das aus

  • Antworte FrauBpunkt 24. Januar 2017 um 8:46

    Sauerbraten mit Kartoffelknödeln ist megalecker!! Unserer schmeckt recht winterlich, weil ich Lebkuchen mit rein werfe! 🙂

  • Antworte Melanie Klein 25. Januar 2017 um 8:44

    Ein Traum – die Sauce sieht ja sowas von lecker aus!

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