Rezension: Mezze – ein magischer Genuss

Heute wollen wir uns mal an eine Kochbuchrezension wagen. Dafür ausgesucht haben wir uns Mezze: Ein magischer Genuss (GU Themenkochbuch)* von Bettina Matthaei und Mohammed Salameh, erschienen im GU-Verlag.

Mezze: Ein magischer Genuss (GU Themenkochbuch) (Gebundene Ausgabe)
by Bettina Matthaei, Mohamad Salameh

Price: EUR 19,99
38 used & new available from EUR 15,29
4.7 von 5 Sternen (27 customer reviews)

Wir haben es gekauft, weil uns die Küche aus dem Nahen Osten reizt und dieser purpurne Einband Lust auf mehr macht. Fangen wir also an: Erster Eindruck Es sind viele Rezepte dabei, bei denen man, allein nur beim Durchblättern, am Liebsten sofort zum nächsten türkischen Supermarkt rennen möchte, um sich all diese schönen Zutaten zu kaufen und anschließend direkt loszulegen. Es gibt Farbfotos ganzseitig und klein, die Rezepte scheinen auf den ersten Blick alle machbar zu sein. Auch der Report zum Land Libanon vermittelt einem ein positives Bild.

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Gestaltung

Die Rezeptbilder sind nett gestaltet. Es gibt, wie eingangs schon erwähnt, großformatige Aufnahmen, die auch nicht zu gestellt aussehen. Daneben gibt es noch kleine Bilder, die ab und an in den Rezeptspalten auftauchen. Die Rezepte sind in Spalten eingeteilt, die sich farblich nach Kapiteln gestaltet, abheben. Ab und an taucht unter dem Rezept ein Tipp auf, was man mit dem Rezept noch machen kann oder eine kleine Abwandlung dessen. Schade finde ich, dass zum Schluss des Buches, in dem Basics, wie Gewürze oder Saucen, näher erläutert werden, diese Tipps fast untergehen. Es gibt leider auch keine Bilder zu diesen Sachen. Da wir sehr auf Fotos achten, ist es schade, man muss sich jedem Rezept dann genau widmen und bekommt nicht direkt beim Foto Lust auf das Nachkochen.

Inhalt

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Das Buch beginnt mit einer Reportage aus dem Libanon „Im Reich der feinen Vorspeisen“. Hier wird durch Fotos, kleine Artikel und dem Erzählen von Menschen aus dem Libanon eine kleine Einstimmung auf das gegeben, was einen in den nachfolgenden Kapiteln erwartet. Daran schließt sich das Kapitel „Mezze traditionell – Pur und unverfälscht wie ein Sommer-Picknick im Olivenhain“ an. Hier finden sich die Basics, wie Hummus oder dem Tabuleh an. Den Tabuleh, ein Petersiliensalat, haben wir bereits nachgekocht. Wir haben nur ein wenig mehr Bulgur genommen (statt der angegebenen 60g), so hatten wir ein wenig mehr davon. Die Fatair, Teigschiffchen mit Feta und Basilikum, kommen auf die Liste zum Nachkochen. Was positiv anzumerken ist, ist, dass die Autoren zwar den libanesisch-arabischen Namen des jeweiligen Mezze nennen, darunter aber auch kleine eine kleine Beschreibung oder Übersetzung erscheint, sodass man sich als nicht arabisch sprechender Mensch auch gut zurecht finden kann.  Das dritte Kapitel „Feine und neue Mezze  – Klassische orientalische Zutaten und Gewürze: Neu kombiniert“ beginnt mit einer Doppelseite vorbereiteter Mezze, an die sich eine Doppelseite mit Rezepten zu eben jenen Mezze anschließt. Die Walnuss-Lamm-Bällchen laden zum Nachkochen ein und es folgen noch andere leckere Ideen: Auberginen-Bistirma-Röllchen, Möhrenkroketten mit Aprikosen, Minzige Zucchini-Röllchen (die wir bereits nachgekocht haben), Avocado-Tomaten-Paste, etc.

In „Mezze opulent – Ein Fest für die Sinne: Köstlichkeiten wie aus dem Palast des Sultans“ wird groß aufgetrumpft. Hier verlassen die Autoren die traditionellen Mezze als kleine Vorspeisen und gehen fast schon in normale Hauptgerichte über. Rehrücken mit Pistazien-Zimt Kruste, Zanderfilet auf Koriander-Petersilien-Sauce, Wachteln mit Walnusspflaumen, Lammfilet mit Granatapfel-Kirsch-Sauce, etc. sind von der Zeit her intensiver vorzubereiten und damit nicht schnell gemacht. Was mich hier überrascht ist, dass gar nicht so viel Lamm verwendet wird, wie gedacht. Es hält sich mit dem Wild die Waage.

Das Kapitel „Desserts – Vergnüglicher Abschluss – Kühl und Locker, Aromatisch und Heiß, von Leicht bis Üppig“ bildet das vorletzte Kapitel. Hier finden sich so orientalische Zusammenstellungen wie Kardamom-Walnuss-Milchreis ein Rosinengetränk und andere Köstlichkeiten. Auf die Nachkochliste kommen die süß-pikant gewürzten Nüsse oder das Granatapfel-Kirschsaft-Getränk.

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Abgeschlossen wird das Buch mit „Küchentechnik und Gebrauchsanweisung„, in denen orientalische Küchentipps gegeben werden Daran schließt sich das Kapitel „Gewürze“, mit dessen Hilfe man verschieden Gewürzmischungen herstellen kann und „Nuss- sowie Würzsaucen“ an. Auch „Brotrezepte“ und „Reisvarianten“ werden noch einmal näher erläutert, was ich als äußerst positiv empfinde. Ebenfalls findet man auch „Vorschläge für Mezzetafeln“, die Ideen für Mezze nach Jahreszeit oder Anlass bieten.

Fazit

Das Buch vermittelt einen wunderbaren Eindruck über verschiedene Mezze und deren Herkunft. Die getesteten Rezepte ließen sich alle leicht nachkochen. Man sollte aber wissen, wo sich der nächste türkische Lebensmittelladen befindet oder welcher Supermarkt in der internationalen Ecke gut aufgestellt ist. Die Gewürzvorschläge hinten drin bieten einen schönen Anlass auch außerhalb der Mezze orientalisch zu kochen. Seinen Platz in unserem Kochbuchregal hat es sich redlich verdient und es werden bestimmt noch einige Mezzeabende folgen.

 

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