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Test: Der Wurster – ein Spaßgerät für Männer

1. Mai 2016

Was gehört zu jedem Grillabend, jeder Fußballmeisterschaft und sonstigen obligatorischen Männerabenden dazu? Wurst – in jeglicher Form und Darreichung. Severin hat dafür ein Produkt entwickelt, welches die perfekt gebratene Wurst verspricht und funktionieren soll wie ein Toaster. Wir bekamen den Wurster zugeschickt und haben ihn unseren Tests unterzogen. Das Endergebnis seht ihr unten im Beitrag.

Unser Test vom Severin Wurster:

Starten wir mit dem ersten Eindruck. Bevor wir ihn vom Paketboten überreicht bekamen, haben wir natürlich im Internet gesucht, was genau denn der Wurster ist. Das Gerät sah auf den Bildern ganz cool aus, mit einem sehr markanten Branding in moderner Typographie machte es echt was her. Als wir das Paket öffneten, erwarteten wir einen normalen Karton mit Styropor und dem üblichen Verpackungskram. Weit gefehlt. In einer richtig tollen Holzkiste kam der Wurster daher, das Wurster-Logo mittendrauf gebrannt und optisch ein echter Hingucker. Wir waren also positiv überrascht.Wurster_Kiste

Die Herstellung: Entgegen vieler anderer Grills, egal aus welchem Segment, wird der Wurster tatsächlich noch bei Severin in Sundern zusammengebaut und ist ein Produkt „made in Germany“. Die Idee zu dem Wurster hatten zwei Studenten, die es aber nur für den Gastrobereich absetzen konnten. Auf der Suche nach einem strategischen Partner für den Normalverbraucher fanden sie dann Severin, die den Wurster seitdem herstellen.

Der Praxischeck: Der Wurster ist für Brühwürste aller Art geeignet. Das war für uns erst einmal eine Einschränkung, weil wir eben auch sehr gerne frische Bratwürste essen. Aber nun gut. Die Handhabung ist denkbar einfach: Stecker rein, Würstchen rein, Taste runter drücken, ca. 5 Min. warten – fertiges Würstchen genießen. Das Ergebnis hat uns sehr überrascht, die Würstchen waren rundum wirklich gut gebräunt und sahen zum Anbeißen aus. Es gibt zwei Programme für die Würste: Eines für etwas dünnere und das andere dann eben für etwas dickere Würste. Positiv fanden wir auch, dass es eine Warmhaltetaste gibt, die die Würstchen auf Temperatur hält, wenn man sie nicht sofort benötigt. Die Wursterzange, welche dabei liegt, war für den Zweck des Entnehmens vollkommen ausreichend.Wurster2

Das Reinigen: Alle Einzelteile lassen sich in die Spülmaschine packen. Allerdings braucht man dafür eine Maschine, die höhenverstellbare Körbe hat. Ich fand es einfacher alles eben mit der Hand zu reinigen, als Tetris in der Spülmaschine zu spielen und am Ende eventuell dann doch noch was mit der Hand spülen zu müssen.

Die Saucen: Severin hat extra Saucen entwickeln lassen, die über den Onlineshop bezogen werden können. Wir fanden die Currysauce „Bullenritt“ am Besten von allen. Die anderen Saucen haben uns nicht so überzeugen können.

Fazit: Der Wurster ist ein wirklich hochwertig verarbeitetes Männer-Gerät, welches auch genau so von Severin verstanden werden will. Hinzu kommt, dass der Preis von knapp 400€ natürlich auf die reine  Funktion gerechnet, sehr teuer ist. Wer es aber als Fun-Gerät sieht, Wurst mal eben zu toasten, und dieser für einen Fußballabend rausgestellt wird, der wird seine Freude an dem Gerät haben.Wurster3 Der Bräunungsgrad ist super und übertraf wirklich unsere Erwartungen. Wir können uns auch vorstellen, dass er sich toll auf einem Brunchbuffet macht oder zusätzlich zum Grill aufgestellt wird. Auch auf Kinder hat das Gerät irgendwie eine magische Anziehungskraft und sie können sich als „Grillmeister“ probieren… Für uns beide war die Anzahl von zwei Würstchen, die gleichzeitg zubereitet wurden, vollkommen ausreichend: Wenn wir die eine Wurst aufgegessen hatten, war die andere schon fertig. Das wird natürlich etwas schwierig je mehr Leute man am Tisch versammelt hat. Jetzt fragt ihr euch sicherlich, ob ihr euch den Wurster kaufen sollt… Für diesen Preis bekommt man mit Sicherheit einen guten „normalen Grill“… Aber der Wurster ist eben kein normaler Grill und als solcher wird er auch nicht beworben! Wenn man ein Gerät sucht, welches die perfekte Wurst zubereitet, ist mit dem Wurster perfekt bedient. Er ist einfach zu transportieren und wenn man bei einem Fussballabend oder Skatabend Bock auf ’ne Wurst hat, stellt man ihn auf den Tisch, Stecker rein, Wurst rein und in 5 Minuten ist diese fertig. Kein großes Warten, eine leckere Wurst und keine große Reinigung hinterher.

Der Wurster wurde uns für den Test von Severin zur Verfügung gestellt, was jedoch keinen Einfluß auf unsere Objektivität für diesen Beitrag genommen hat.

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4 Kommentare

  • Antworte Sonja Zug 1. Mai 2016 um 21:22

    Hammer. Bin gespannt

  • Antworte Gernekochen 1. Mai 2016 um 21:27

    Direkter Weg zum Bericht: http://wp.me/p4UAui-13a

  • Antworte Tina Hahn 1. Mai 2016 um 22:09

    Die Gourmetlette wird den Wurster auch mal in die Testreihen mit einbeziehen. Der Artikel ist übrigens toll! https://www.facebook.com/Die-Gourmetlette-965432233547367/

  • Antworte Thomas Hah 2. Mai 2016 um 11:03

    Überteuert und völlig unnütz das Ding. Reicht maximal für zwei Würste, nicht mal in kleinen Betrieben für die Mittagspause ist das praktikabel, wenn jeder Mitarbeiter minimum 5 Minuten auf zwei Würste warten muss… Geschweige denn in der Gastro! Preis/Leistung stehen in keinem Verhältnis, wie Ihr richtig schreibt. Zusätzlich zum Grill verliert das Ding aber, wie ich finde, auch schon seine Daseinsberechtigung, einfach weil ein 2 EUR-Einweggrill für ein paar Würste schon ausreichend wäre, und der auch Steaks/Bacon/Pilze etc. grillen kann… und nicht nur vorgekochte Brühwürste, sondern eben auch frische Bratwurst. Daher hinkt für mich deswegen auch der Vergleich zum “Grill“. Verstehe die zum Teil lesbaren Lobhymnen anderer Blogger auf das Teil nicht. Aber ihr habt das ja ehrlich und ungeschönt geschrieben, was ich sehr gut finde. (Y)

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